Geschlossene Front gegen ICE Neubaustrecke
Treffen im Landtag sendet klares Signal gegen ICE Neubauvariante
- Vertreterinnen und Vertreter aus dem Landkreis Harburg bekräftigten im Landtag ihre Ablehnung einer ICE Neubaustrecke
- Foto: Gemeinde Seevetal
- hochgeladen von Sven Rathert
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Bürgerinitiativen haben im Niedersächsischen Landtag geschlossen ihre Unterstützung für den Ausbau der bestehenden Bahnstrecke Hamburg Hannover bekräftigt. Zugleich sprachen sie sich erneut klar gegen eine ICE Neubaustrecke aus und stellten sich damit hinter den sogenannten Alpha E Kompromiss.
Klares Bekenntnis zum Ausbau der bestehenden Strecke
Zu dem Treffen eingeladen hatten Seevetals Bürgermeisterin Emily Weede und die Landtagsabgeordnete Nadja Weippert von Bündnis 90 Die Grünen. Ziel war es, ein parteiübergreifendes Signal aus dem Landkreis Harburg und den angrenzenden Regionen zu senden und die gemeinsame Haltung gegenüber der Bundespolitik und der Deutschen Bahn zu verdeutlichen. Seit 2015 gilt Alpha E als vereinbarte Lösung für den Ausbau der Bestandsstrecke, dennoch verfolgt die Deutsche Bahn weiterhin Planungen für eine mögliche Neubaustrecke.
Emily Weede betonte, es gehe um die Menschen in der Region und nicht um parteipolitische Interessen. Sie zeigte sich erfreut über die Unterstützung durch Ministerpräsident Olaf Lies und unterstrich, dass die Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Parteien in dieser Frage geschlossen auftreten.
An dem Treffen nahmen neben dem Ministerpräsidenten und Landtagsabgeordneten auch Landrat Rainer Rempe, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der betroffenen Gemeinden sowie Vertreterinnen und Vertreter lokaler Bürgerinitiativen teil. Rainer Rempe machte deutlich, dass die Region nicht gegen Verbesserungen der Schieneninfrastruktur sei, sondern sich ausdrücklich für eine zeitnahe Verbesserung einsetze. Der Ausbau der bestehenden Strecke biete die Möglichkeit, die Situation für Pendlerinnen und Pendler spürbar zu verbessern, ohne weitere Jahrzehnte für neue Planungen zu verlieren.
Kritik an Neubauplänen der Deutschen Bahn
Kritisch äußerte sich Rempe zu den von der Deutschen Bahn vorgelegten Verkehrsprognosen, Kostenrechnungen und Zeitplänen für eine Neubaustrecke, an deren Verlässlichkeit aus regionaler Sicht Zweifel bestünden. Stattdessen müsse der vereinbarte Ausbau der Bestandsstrecke im Zuge der anstehenden Maßnahmen konsequent umgesetzt werden. Durch die Qualitätsoffensive im Jahr 2026 und die geplante Generalsanierung im Jahr 2029 könnten nach seiner Einschätzung zeitnah Verbesserungen erreicht werden.
Ein besonderer Dank galt den engagierten Bürgerinnen und Bürgern in den Initiativen vor Ort, die sich seit Jahren für Alpha E einsetzen. Ihr Engagement zeige, wie groß die Betroffenheit und der Unmut über das Vorgehen der Bahn in der Region seien. Auch Ministerpräsident Olaf Lies wurde für seine klare Unterstützung der Alpha E Lösung hervorgehoben.
Die beteiligten Akteure kündigten an, den Dialog mit der Landes und Bundespolitik weiter zu intensivieren. Ziel sei es, den Ausbau der Bestandsstrecke verbindlich durchzusetzen und negative Auswirkungen einer möglichen Neubaustrecke für die Region abzuwenden.
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Redakteur:Sven Rathert aus Seevetal |
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