Ausschuss für Planung und Umwelt
Wohnungsbau an Alter Bahnhofstraße in Maschen

Die Visualisierung der Atrium Architekten zeigt die geplanten Mehrfamilienhäuser an der Alten Bahnhofstraße in Maschen
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  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

ts. Maschen. Sprecher von CDU, FDP und SPD haben am Montagabend im Ausschuss für Planung und Umwelt des Seevetaler Gemeinderats deutlich gemacht, dass sie das geplante Wohnungsbauvorhaben an der Alten Bahnhofstraße in Maschen befürworten.
Auf einer 9.000 Quadratmeter großen Fläche ist die Errichtung von vier dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern mit jeweils 12 beziehungsweise 16 Wohnungen pro Gebäude geplant. Wegen der Bedeutung des Baugebiets für den Naturschutz und Landschaftsschutz ist die geplante Bebauung in der Diskussion.
Maschens Ortsbürgermeisterin Angelika Tumuschat-Bruhn (SPD) verteidigte die Entscheidung, in diesem Fall dem städtebaulichen Aspekt den Vorrang einzuräumen, insbesondere, weil bezahlbarer Wohnraum entstehe. Lediglich ein "Randstreifen" werde bebaut, sagte sie. Dafür entstehe zusätzlich ein Biotopstreifen.
Projektentwickler und Bauherr Günter Effinger sowie der von ihm beauftragte Architekt Ulrich Salvers informierten die Ausschussmitglieder über den neuesten Stand der Planung. Ulrich Salvers wies den Vorwurf der Grünen zurück, die Mehrfamilienhäuser würden auf wertvollem Moorboden gebaut. Günter Effinger verwies auf insgesamt 16 Bohrungen: "Alle sind zu dem Ergebnis geplant, dass nur auf Sandboden gebaut werde", sagte er in der Ausschusssitzung.
Drei Gebäude auf dem Grundstück entlang der Alten Bahnhofstraße plant Günter Effinger, ein viertes Gebäude ein privater Investor. In einem seiner drei Gebäude werde er bezahlbaren Wohnraum schaffen, sagte Günter Effinger auf Nachfrage der Politiker. Geplant seien 16 günstige Wohnungen.
Die Grünen lehnen eine Bebauung des Grundstücks wegen der landschaftlichen Bedeutung ab. Mit einem Antrag erreichte die Fraktion, dass sich der Ausschuss für Planung und Umwelt des Seevetaler Gemeinderats mit den ökologischen Fragen des Bauvorhabens beschäftigen wird. Mit sieben Ja-Stimmen bei vier Gegenstimmen entschied der Ausschuss, dass ihm erläutert werden solle, welche Auswirkungen das Bauvorhaben auf das Klima habe, in welchem Maß Natur und Landschaft beeinträchtigt würden und wie der ökologische Ausgleich beschaffen sei.
Den Antrag der Grünen, die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung wegen behaupteter Formfehler zu wiederholen, lehnten die Ausschussmitglieder mit Mehrheit ab.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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