WLH-Gründungspreisträger
Das Brautmodenlabel "Mona Berg" wächst

Brautmode des Labels "Mona Berg"
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  • Brautmode des Labels "Mona Berg"
  • Foto: Deniz Pekdemir
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ts. Ramelsloh. Eine Gründerpreisträgerin aus dem Landkreis Harburg expandiert: Das Brautmodenlabel "Mona Berg" aus Seevetal-Ramelsloh wird innerhalb der Ortschaft zum 1. November umziehen und seine Atelier- und Ladenfläche von 80 Quadratmeter auf 169 Quadratmeter vergrößern. Das Kreativunternehmen, das man eher in Hamburger Szenevierteln vermuten würde, bleibt damit im Landkreis.
"Die intime, private Atmosphäre bleibt. Es ist das Erfolgsrezept von 'Mona Berg', keine Massenabfertigung zu haben", sagt Labelbetreiberin Ramona Bellmann. Die 32 Jahre alte Schneiderin und Schnittdirektrice fertigt eigene Brautmodenentwürfe und vertreibt Kleider ausgewählter anderer Hersteller. Alles im Boho-Vintage-Stil.
Die Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH (WLH) hat das Unternehmen "Mona Berg" im Jahr 2015 mit dem Gründerpreis ausgezeichnet. Das WOCHENBLATT stellt in loser Reihenfolge den Werdegang einiger WLH-Gründerpreisträger vor.
"Ich bin immer noch stolz auf die Auszeichnung", sagt Ramona Bellmann. Die 4.000 Euro Preisgeld hatte sie in eine neue Website investiert. "Die Auszeichnung streichelt vor allem die Seele", erklärt sie den ideellen Wert. Die Trophäe aus Acryl steht auf einem Bord im Atelier.
Ramona Bellmann hat sich im Oktober 2011 mit dem Label „Mona Berg“ selbstständig gemacht. Einen aufreibenden, 19 Monate währenden Markenrechtsstreit und einen privaten Schicksalsschlag musste die Gründerin seitdem überstehen.
Das Herrenmodeunternehmen Anson's wollte ihr die Nutzung des Namens "Mona Berg" untersagen, weil es eine Verwechslungsgefahr mit seinem Modelabel "Christian Berg" sah. Ihr Markenname setzt sich aus den Namensbestandteilen „mona“ (aus Ramona) und „berg“ (aus ihrem Mädchennamen Scharfenberg) zusammen. Der Verzicht auf den Markennamen hätte die Gründerin schwer getroffen. Mehr als zwei Jahre Marketing des jungen Unternehmens wären hinfällig geworden.
Ramona Bellmann setzte sich vor dem Deutschen Patent- und Markenamt in München zur Wehr - mit Erfolg. Das Patentamt entschied zugunsten des Start-ups.
Ein halbes Jahr nach der Preisverleihung erkrankte ihr zweiter Sohn Julius an Neugeborenen-Epilepsie. Ramona Bellmann musste um einen Krippenplatz kämpfen - so sehr, dass das eigene Unternehmen in den Hintergrund treten musste.
"Meinem Durchsetzungsvermögen ist es zu verdanken, dass ich einen Krippenplatz für unseren Sohn bei der Gemeinde durchsetzen und mein Unternehmen wieder neu aufstellen konnte. Ich bin nun stärker denn je", sagt Ramona Bellmann.
Das zeigt sich auch bei "Mona Berg": Das Label habe in 2019 deutlich mehr Brautkleider verkauft als im Vorjahr. Die Brautmodenbranche dürfte laut Schätzungen von Global Industry Analysts im Jahr 2020 68 Milliarden Euro Umsatz generieren. In diesem Markt mit besonders hohen Margen sind die Käufer zu hohen Investitionen bereit. Die Konkurrenz aus China ist gewaltig: In dem Land werden jährlich über 10 Millionen Hochzeiten gefeiert und ebenso viele Brautkleider produziert. 72 Prozent davon sind für den Export bestimmt. Der Markt für Brautmode

Brautmode des Labels "Mona Berg"
"Mona-Berg"-Betreiberin Ramona Bellmann
Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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