Einzelhandel
Läden wieder offen: Händler in Seevetal berichten ihre Eindrücke

Geschäftsführer Oliver Wamberski in seinem Waba Jeansstore in Emmelndorf
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  • Geschäftsführer Oliver Wamberski in seinem Waba Jeansstore in Emmelndorf
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ts. Seevetal. Seit zweieinhalb Wochen dürfen Läden mit bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche unter Beachtung strenger Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen. Händler in Seevetal sehen in der schrittweisen Lockerung der Beschränkungen in der Corona-Krise das richtige Signal. Von der Normalität aus Vor-Corona-Zeiten sind sie aber noch weit entfernt.
Viele Menschen sind auf den Telekom-Shop in Hittfeld angewiesen. Sie arbeiten zu Hause und müssen intensiver denn je mit der Außenwelt kommunizieren. Maximal zwei Kunden, einer pro Berater, dürfen den Laden betreten. Matten auf dem Boden machen dem Kunden anschaulich, wo er im Gespräch zu stehen hat, um die Abstandsregel einzuhalten. Vorgaben wie die Mund- und Nasenschutzpflicht für Kunden schränken das klassische Einkaufserlebnis ein - auch für den Händler: "Normalerweise lese ich in dem Gesicht des Kunden, sehe seine Mimik und Reaktionen", sagt Geschäftsführer Alexander Blem. Jetzt steht er Maskierten gegenüber. Kunden müssen Mund- und Nasenschutz tragen, Verkäufer sind von der Pflicht befreit. Trotz allem sagt Alexander Blem: "Gut, dass wir wieder öffnen dürfen."
Die Öffnung im Einzelhandel jenseits des Lebensmittelhandels sei das richtige Signal gewesen, sagt Oliver Wamberski, Geschäftsführer des Waba Jeansstores in Emmelndorf. Die Stimmung bei den Kunden sei gut. "Wir profitieren davon, dass Kunden mit dem Auto vor unseren Laden fahren können", sagt der Modehändler. Viele Verbraucher würden aus Respekt vor Menschenmengen die Innenstädte meiden. Waba hält Einwegmasken für Kunden vorrätig.
Die Kunden seien nicht in Kauflaune, hat der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, in der vergangenen Woche der Presseagentur Reuters gesagt. Wer auf Stammkunden bauen kann, steht besser da. Zum Beispiel das Einrichtungshaus "Mein Wohnstudio" in Emmelndorf. "Wir haben einen normalen Kundenlauf", sagt der Geschäftsführende Gesellschaftter Andreas Rehm. An die Mund- und Nasenschutzpflicht müsse er niemanden erinnern. "Die Kunden kommen von vornherein mit Maske, sie sind alle diszipliniert."
Die Eröffnung des Bellandris Matthies Gartencenters Ende Februar in Emmelndorf habe die erhofften positiven Effekte für den Facheinzelhandel in der Nachbarschaft gezeigt, sagt Andreas Rehm. Das macht Hoffnung auf zusätzliche Kundenfrequenzen.
Der Handelsverband Deutschland indes fordert von der Bundesregierung die Ausgabe von sogenannten "Coronaschecks" in Höhe von 500 Euro an jeden Einwohner, um die Kaufkraft zu stärken.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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