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Wegen zwölf Zentimetern: Baufirma muss fertige Straße umbauen

An einem Grundstück in der Straße "Am Horster Dreieck" endet die Fahrbahn hauchdünn vor dem Gartenzaun
Bei der Abnahme der Straße "Am Horster Dreieick" fiel auf: Ein schmaler Streifen der öffentlichen Fahrbahn liegt auf privatem Grund.

ts. Maschen. Wer denkt, in Zeiten von Navigation mit Hilfe von Satelliten im Weltraum und modernen digitalen Vermessungsmethoden sei jeder Quadratmeter Land unmissverständlich erfasst, unterliegt einem Irrtum. Das zeigt eine Posse um eine Straßenbaustelle in der Ortschaft Maschen.
Bei der Abnahme der komplett modernisierten Anwohnerstraße "Am Horster Dreieck" ist dem Seevetaler Tiefbauamt aufgefallen, dass die beauftragte Baufirma auf etwa 20 Meter Länge die öffentliche Straße auf dem zwölf Zentimeter breiten Streifen eines Privatgrundstücks errichtet hat. Deshalb musste jetzt das Unternehmen den Fehler korrigieren und die Fahrbahn auf diesem Abschnitt um zwölf Zentimeter von der einen auf die andere Straßenseite verlegen. Das bestätigte Seevetals Gemeindesprecherin Svenja Riebau dem WOCHENBLATT. Die Kosten müsse das Bauunternehmen tragen, sagte sie.
Die zweite eröffnete Baustelle bedeutete eine Woche lang Lärm und Staub für die Anwohner. Den korrigierten Straßenverlauf empfinden Anlieger nicht als gelungen. An einem Grundstück endet der Kantstein jetzt direkt am Gartenzaun. "Eine Straße so dicht am Zaun zu bauen, macht keinen Sinn", sagt Anwohnerin Editha Heinemann.