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45-Jähriger erschießt sechs Mitarbeitende einer Wohneinrichtung

Entsetzliche Bluttat in der Stader Dankerstraße

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Bluttat in Mutter-Kind-Einrichtung
Pressekonferenz nach sechsfachem Tötungsdelikt in Stade: Polizei geht von Beziehungstat aus

Sie berichteten über den Stand der Ermittlungen (v.li.): der Lüneburger Polizei-Vizepräsident Jörg Wesemann, Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD), die Präsidentin der Polizeidirektion Lüneburg, Kathrin Schuol, sowie der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Burkhard Vonnahme von der Staatsanwaltschaft Stade  | Foto: jd
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  • Sie berichteten über den Stand der Ermittlungen (v.li.): der Lüneburger Polizei-Vizepräsident Jörg Wesemann, Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD), die Präsidentin der Polizeidirektion Lüneburg, Kathrin Schuol, sowie der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Burkhard Vonnahme von der Staatsanwaltschaft Stade
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht
Das reetgedeckte Wohnhaus wurde gerettet | Foto: Feuerwehr Stade
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20.000 Euro Schaden nach Feuer
Küchenbrand in Reetdachhaus in Stade

Ein Küchenbrand in einem reetgedeckten Wohnhaus hat am Samstagmorgen einen Feuerwehreinsatz im Stader Ortsteil Groß Thun ausgelöst. Gegen 9 Uhr rückten mehrere Ortsfeuerwehren aus, nachdem starke Rauchentwicklung gemeldet worden war. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Da sich das Feuer in einem Reetdachhaus ausgebreitet hatte und vor Ort nur begrenzt Löschwasser zur Verfügung stand, alarmierte die Leitstelle neben den beiden Zügen der Feuerwehr Stade...

Blaulicht

Landkreis - metronom
update: Am Sonntag eventuell wieder Ausfälle und Verspätungen

Nach den erheblichen Einschränkungen infolge der außergewöhnlichen Hitze wurde der Zugverkehr des metronom am Samstagabend schrittweise wieder aufgenommen. Mit den sinkenden Temperaturen konnten  nach und nach weitere Züge wieder in Betrieb genommen werden. Ziel war es, die letzten Verbindungen des Tages wieder durchführen zu können. Im Laufe des Tages hatten die hohen Temperaturen sowohl die Schieneninfrastruktur als auch zahlreiche Züge beeinträchtigt. Insbesondere ausgefallene Klimaanlagen...

Blaulicht

Buchholz
Fahrt unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Ein 17-jähriger Jugendliche führte in der Nacht zu Sonntag, 27. auf 28. Juni, in Buchholz unter dem Einfluss von Alkohol (0,75 Promille) und THC (Urin-Vortest positiv) einen Pkw im öffentlichen Verkehrsraum. Zudem war er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Bei ihm wurde eine Blutentnahme durchgeführt und mehrere Strafverfahren eingeleitet.

Blaulicht

Großeinsatz der Polizei in Stade
Massenschlägerei im Altländer Viertel mit rund 150 Beteiligten

Gleich zweimal musste die Polizei am Donnerstagabend (25. Juni) wegen handgreiflicher Auseinandersetzungen ins Altländer Viertel in Stade ausrücken. Aus einem zunächst gemeldeten Streit entwickelte sich später eine größere Schlägerei. Rund 150 Menschen hatten sich zeitweise am Jugendhaus an der Hohenfriedberger Straße versammelt - einige waren in die Prügelei involviert, andere waren unbeteiligte Schaulustige. Vier Personen wurden verletzt. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen...

Blaulicht
Foto: KI-generiert
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Absage wegen der extremen Temperaturen
Bisher größte Katastrophenschutzübung im Landkreis Stade fällt aus

Die für Samstag, 27. Juni, geplante Katastrophenschutzübung „Cascadia“  des Landkreises Stade ist kurzfristig abgesagt worden. Grund ist die anhaltende Hitzewelle: Die Wetterdienste sagen für den Landkreis Stade Temperaturen von bis zu 36 Grad voraus. Diese körperliche Belastung will man den zahlreichen ehrenamtlichen Einsatzkräften offenbart nicht zumuten. Das WOCHENBLATT kündigt die Großübung an diesem Samstag auf seiner Titelseite an - mit dem Hinweis, dass es im Rüstjer Forst zu einer...

Blaulicht

Zeugen gesucht
Blitzeinbruch in Winsen: Juwelier mit Auto gerammt – Täter flüchten mit Beute

In den frühen Morgenstunden des heutigen Montags, 29. Juni, wurden mehrere Anwohner der Rathausstraße durch einen lauten Knall aufgeschreckt. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr ein VW Passat rückwärts in die Schaufensterfront eines Juweliergeschäfts und verschaffte den Tätern so gewaltsam Zugang zu den Geschäftsräumen. Zeugen beobachteten mehrere Personen, die anschließend Gegenstände aus dem Geschäft entwendeten. Danach stiegen sie in einen dunkelfarbenen Ford Focus, der mit laufendem Motor...

Blaulicht
Die Feuerwehr Winsen pumpte die vollgelaufene Tiefgarage aus
 | Foto: mt
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Winsen / Stadtgebiet
Feuerwehren mussten zu 38 Einsätzen ausrücken / Blitzeinschlag

Gegen 16.30 Uhr zog am Samstag, 27, Juni, ein heftiges Gewitter mit Unwetterpotenzial über das Winsener Stadtgebiet. Betroffen waren das Kernstadtgebiet und die Orte Pattensen, Scharmbeck, Stöckte, sowie Borstel. Um 16.36 Uhr wurde die Feuerwehr Winsen zu einem Blitzeinschlag in ein Gebäude in der Luhdorfer Straße alarmiert. Noch als die Feuerwehr sich auf der Anfahrt befand, häuften sich die Meldungen über Straßenüberflutungen und vollgelaufene Keller, sowie droht Wasser in Gebäude zu laufen....

Blaulicht
Sechs Tote nach Schüssen: Einsatz in der Stader Dankersstraße | Foto: jd
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Sorgerechtsstreit eskaliert
Schüsse und 6 Tote in Stader Mutter-Kind-Einrichtung

Nach Schüssen in einer Stader Wohneinrichtung für junge Mütter mit Kindern gab es am Montag einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften. Die Polizei hatte zunächst bestätigt, dass dort fünf Menschen getötet wurden. Eine sechste Person erlag später im Krankenhaus den schweren Verletzungen. Entgegen anderslautenden Meldungen wurden keine weiteren Personen verletzt. Bei den Opfern solle es sich um Mitarbeitende einer Einrichtung handeln, die Träger von Mutter-Kind-Wohngruppen ist. Eine...

Blaulicht
Mehrere Boote der örtlichen Feuerwehren und DLRG waren im Einsatz | Foto: Feuerwehr Drochtersen
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Kitesurfer treibt mit Containerriesen auf der Elbe
Rettungseinsatz bei Drochtersen

Ein Kitesurfer hat am gestrigen Freitag einen Rettungseinsatz auf der Elbe ausgelöst. Gegen 15 Uhr beobachteten Passanten vom Strand bei Bielenberg aus, wie der Mann im Fahrwasser zwischen Drochtersen und Wischhafen auf der schleswig-holsteinischen Seite der Elbe in Richtung Elbmündung abtrieb. Feuerwehr und DLRG rückten daraufhin mit mehreren Booten aus. Zeitgleich passierte mit der MS EVER ALOT eines der größten Containerschiffe der Welt den Einsatzbereich. Nach Angaben der Einsatzkräfte...

Der mutmaßliche Täter wollte offenbar gezielt töten: Am Montagmittag hat ein 45-jähriger Mann aus dem Raum Hannover in einer Stader Mutter-Kind-Wohngruppe sechs Menschen erschossen. Vier Opfer waren sofort tot. Ein weiteres Opfer versuchten die Rettungskräfte noch zu reanimieren – vergeblich. Das sechste Opfer erlag später im Krankenhaus seinen schweren Schussverletzungen (das WOCHENBLATT berichtete hier: bitte klicken).

Auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz im Stader Kreishaus informierten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montagabend über den aktuellen Stand der Ermittlungen. Die Dimension des Verbrechens wurde auch dadurch deutlich, dass Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) persönlich nach Stade gekommen war. Gemeinsam mit der Präsidentin der Polizeidirektion Lüneburg, Kathrin Schuol, ihrem Stellvertreter Jörg Wesemann sowie dem Leitenden Oberstaatsanwalt Dr. Burkhard Vonnahme von der Staatsanwaltschaft Stade stellte sie sich den Fragen der Medien.

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (re., SPD) war aus Hannover zur Pressekonferenz angereist. Über Details zur Tat berichtete Polizeipräsidentin Kathrin Schuol | Foto: jd
  • Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (re., SPD) war aus Hannover zur Pressekonferenz angereist. Über Details zur Tat berichtete Polizeipräsidentin Kathrin Schuol
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Behrens sprach von einer Tat, die weit über Stade hinaus Bestürzung ausgelöst habe. „Heute ist ein entsetzlicher Tag für Stade und für ganz Niedersachsen. Sechs Menschen wurden hier in einer Einrichtung der Jugendhilfe auf brutale Weise aus dem Leben gerissen“, sagte die Ministerin. Nach bisherigem Ermittlungsstand handele es sich um eine aus familiären Motiven begangene Gewalttat – „eine extreme, kaltblütige Gewalttat ohne politische oder wirtschaftliche Hintergründe“.

Mit Blick auf die Opfer und ihre Angehörigen sagte Behrens: „Das Leid, das der Täter hier in Stade ausgelöst hat, ist schwer zu begreifen und noch schwerer in Worte zu fassen.“ Die Tat werde Stade noch lange beschäftigen und tiefe Spuren hinterlassen. Deshalb sei es ihr ein persönliches Anliegen gewesen, ihre Solidarität mit den Opfern, den Angehörigen, den Einsatzkräften und der gesamten Stadt zum Ausdruck zu bringen.

Großes Medieninteresse im Kreishaus
Einen derartigen Medienandrang hat Stade zuletzt während des Prozesses um den spektakulären Messermord erlebt, der sich im März 2024 im Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung zweier Familien aus dem türkisch-arabischen Clan-Milieu ereignet hatte.

Im großen Sitzungssaal des Kreishauses hatten sich Vertreter nahezu aller großen Fernseh- und Radiosender, Nachrichtenagenturen sowie überregionaler Zeitungen eingefunden. Ein Tötungsdelikt mit sechs Opfern gehört zu den schwersten Gewaltverbrechen der vergangenen Jahre in Deutschland. Entsprechend groß war das Interesse an den neuen Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden.

Das Medieninteresse war groß. Im Stader Kreishaus waren zahlreiche Kameras und Mikrofone aufgebaut | Foto: jd
  • Das Medieninteresse war groß. Im Stader Kreishaus waren zahlreiche Kameras und Mikrofone aufgebaut
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Polizei weist Spekulationen über Clan-Bezug zurück
Da der mutmaßliche Täter einen türkischen Migrationshintergrund hat, wurde in einigen Medien und sozialen Netzwerken bereits kurz nach der Tat darüber spekuliert, ob das Motiv im Clan-Milieu zu suchen sei oder familiäre Verbindungen zum Miri-Clan bestehen könnten. Die beschauliche Hansestadt erneut mit Clan-Kriminalität und brutalen Rachemorden in Verbindung zu bringen, hat manchen Medien – insbesondere Boulevardblättern – sicherlich zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft. Auch im NDR wurden entsprechende Vermutungen thematisiert.

Diesen Spekulationen erteilte Polizeipräsidentin Kathrin Schuol jedoch eine Absage. Der Polizei lägen derzeit keinerlei Erkenntnisse vor, die auf einen Zusammenhang mit Clankriminalität hindeuteten. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand handele es sich vielmehr um eine Beziehungstat beziehungsweise ein Verbrechen mit familiärem Hintergrund.

Schüsse und 6 Tote in Stader Mutter-Kind-Einrichtung

Sorgerechtsstreit offenbar Auslöser der Tat
Nach Angaben Schuols war der 45-Jährige aus dem Raum Hannover nach Stade gereist, um in der Wohneinrichtung einen Termin im Zusammenhang mit dem Sorgerecht für seine drei Monate alte Tochter wahrzunehmen. Das Baby lebte gemeinsam mit seiner 34-jährigen Mutter in der Stader Mutter-Kind-Einrichtung.

Nach bisherigem Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass der Mann Mitarbeitende der Einrichtung für seine persönliche Situation verantwortlich machte und deshalb einen erheblichen Groll gegen sie entwickelte.

Da der Tatverdächtige bereits wegen eines Bedrohungsdelikts polizeilich in Erscheinung getreten war, stellt sich zwangsläufig die Frage, weshalb der Gesprächstermin in der Einrichtung selbst stattfand und nicht an einem neutralen Ort. Schließlich hätten bei einem derartigen Amoklauf auch die übrigen dort untergebrachten Mütter und Kinder in Gefahr geraten können.

Der Tatort in der Stader Dankersstraße wurde von der Polizei weiträumig abgeriegelt | Foto: jd
  • Der Tatort in der Stader Dankersstraße wurde von der Polizei weiträumig abgeriegelt
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Keinen persönlichen Bezug zu Stade
Nach Angaben von Kathrin Schuol bestehen weder beim mutmaßlichen Täter noch bei der Kindsmutter persönliche Bezüge nach Stade. Beide stammen offenbar aus dem Raum Hannover. Dass die Frau in der Stader Mutter-Kind-Wohngruppe untergebracht ist, dürfte darauf zurückzuführen sein, dass das zuständige Jugendamt in Hannover mit dem privaten Träger der Einrichtung kooperiert - wie andere niedersächsische Jugendämter auch. Berichte, wonach es es sich um eine Jugendhilfe-Einrichtung des Landkreises Stade handelt, sind falsch.

Auch die Fahrerin des Fluchtwagens, der schließlich mit zerschossenen Reifen auf der Bundesstraße 73 bei Haddorf gestoppt wurde, hat nach bisherigen Erkenntnissen keinen privaten Bezug zu Stade. Sie stammt laut Polizei aus dem Bekanntenkreis beziehungsweise familiären Umfeld des mutmaßlichen Täters.

Sie berichteten über den Stand der Ermittlungen (v.li.): der Lüneburger Polizei-Vizepräsident Jörg Wesemann, Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD), die Präsidentin der Polizeidirektion Lüneburg, Kathrin Schuol, sowie der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Burkhard Vonnahme von der Staatsanwaltschaft Stade  | Foto: jd
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (re., SPD) war aus Hannover zur Pressekonferenz angereist. Über Details zur Tat berichtete Polizeipräsidentin Kathrin Schuol | Foto: jd
Das Medieninteresse war groß. Im Stader Kreishaus waren zahlreiche Kameras und Mikrofone aufgebaut | Foto: jd
Der Tatort in der Stader Dankersstraße wurde von der Polizei weiträumig abgeriegelt | Foto: jd
Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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