Als in Stade die Kanonen knallten

Der Schwedenspeicher mit den Flutkanonen in Stade
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Den Katastrophen gedenken: Dieter Kunze fordert Sturmflut-Marken am Schwedenspeicher

tp. Stade. Als es noch kein Radio und kein Telefon gab, knallten in der früheren Garnisonsstadt Stade die Kanonen, um die Bevölkerung vor Sturmfluten zu warnen. In Gedenken an diese historischen Momente setzt sich der für sein Engagement in seiner Heimatstadt Stade bekannte und angesehene Ehrenamtliche Dieter Kunze (78) jetzt für eine Markierung des Schwedenspeichers mit Sturmflut-Marken ein. Ein passender Ort: Vor dem heutigen Schwedenspeicher-Museum zwischen Altem und Neuem Hafen stehen die von Touristen viel beachteten und häufig fotografierten Flutkanonen.

Eine Flutmarke als Schild gibt es schon an der Versorgungsstation für Segler am Stader Stadthafen. Dort wird an die Sturmflut vom 17. Februar 1962 mit einem Wasserstand von 5,70 Metern über Normal-Null erinnert. Auch am Heimatmuseum am Hafen im Kehdinger Dorf Assel wurde eine Hauswand mit einem markanten Sturmflut-Pegel versehen, um mit Wasserstandsangabe und Jahreszahl an die verheerenden Naturkatastrophen 1962 und 1976 zu erinnern. Automatisch rücken durch die Flutmarken auch die weiteren Hochwasserereignisse ins Gedächtnis, die in den vergangenen Jahrhunderten mehrfach über die Städte und Dörfer an der Elbe hereinbrachen.

"Meine Anregung für einen Flutpegel am Schwedenspeicher stieß im Herbst 2016 auf positive Resonanz bei Museumsdirektor Dr. Sebastian Möllers", berichtet Kunze. "Er versprach mir, das zu realisieren." Das sei bislang leider nicht geschehen.

Das WOCHENBLATT fragt im Schwedenspeicher nach. Dr. Möllers sei derzeit im Urlaub, bedauert die Pressesprecherin Regina Wetjen. Sie selbst sei von der Idee dieser "sehr plastischen" Darstellung sehr angetan und will das Thema gleich nach der Sommerpause aufs Tapet bringen. Das WOCHENBLATT bleibt am Ball.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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