Amtsgericht Buxtehude: "Tierquälerei wird nicht geduldet"

Tierfreundin Catharina Grimm nahm Kater "Monty" bei sich zu Hause auf
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  • Tierfreundin Catharina Grimm nahm Kater "Monty" bei sich zu Hause auf
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Erfolg für Tierschutzverein Stade: Geldstrafe für Katzenahlter / WOCHENBLATT half

tp. Stade. Nicht nur herrenlose Streuner, sondern immer mehr vernachlässigte Katzen aus Privathaushalten gelangen in die Obhut der Tierhilfe Stade: Nach einem besonders schweren Fall, bei dem der durch wochenlanges Leid entkräftete Perserkater "Albis" eingeschläfert werden musste und sein von Parasiten befallener Leidensgenosse "Monty" nur durch größte tierärztliche Bemühungen gerettet wurde, entschlossen sich die Vereinsvorsitzende Beate Dowson (50) und Schatzmeisterin Cornelia Haak (63): "Wir erstatten ab sofort konsequent Anzeige." Mit Erfolg: Das Amtsgericht Buxtehude verurteilte nun die Halter, ein Paar aus Horneburg, wegen Tierquälerei zu einer Geldstrafe.

Der Mann wurde zu 60 Tagessätze à 30 Euro, die Frau zu 30 Tagessätze à 10 Euro verurteilt. Summe: 2.100 Euro. Die Kosten des Verfahrens tragen die Verurteilten.
Cornelia Haak führt das Durchgreifen des Gerichts und die intensiven Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auch auf die kritische WOCHENBLATT-Berichterstattung in kürzlich erschienenen Artikel "Katzen-Martyrium bis zum Tod" zurück. Zuvor, so Haaks Erfahrung, hätten die Ermittlungen meistens mit einer Geldbuße wegen Ordnungswidrigkeit geendet. Die Aktivistin ist "mit dem Urteil zufrieden, da das Gericht ganz klar die Rechte der Tiere vertreten und herausgestellt hat, dass Tierquälerei in unserem Land nicht geduldet und bestraft wird".

Der behandelnde Tierarzt war als Zeuge geladen und stellte fest, dass die Katzen nur aufgrund von Vernachlässigung in diesen lebensbedrohlichen Zustand gekommen seien.

Die Vorsitzende Beate Dowson, gab vor Gericht zu Protokoll, dass selbst ein Halter ohne Erfahrung den schlechten Gesundheitszustand der Tiere hätte erkennen müssen.

Die Staatsanwaltschaft sprach in ihrem Plädoyer von einer besonderen Schwere der Tat.

Kater "Monty" geht es inzwischen gut. Er lebt seit einem halben Jahr mit einem Dutzend Stubentigern bei Catharina Grimm (27), die eine der privaten Pflegestellen der Tierhilfe Stade betreibt. Die Tierfreundin hat nach eigenen Angaben bereits 1.700 Euro für Spezialfutter und Tierarztbehandlungen für "Monty" aus dem Spendentopf des Vereins ausgegeben.

http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/stade/panorama/katzen-martyrium-bis-zum-tod-aktivisten-aus-stade-greifen-durch-d69042.html

http://www.tsv-tierhilfestade.de/

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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