Gemeinsam für das Rebhuhn
Artenschutzprojekt der Stader Kreisjägerschaft sorgt für Aufmerksamkeit
- Die Jägerschaft des Landkreises Stade präsentierte den Gästen vom Verein Natur-Netz-Niedersachsen das Rebhuhn-Schutzprojekt
- Foto: KJS Stade
- hochgeladen von Jörg Dammann
Das Rebhuhn hat es in der modernen Agrarlandschaft schwer. Wo früher Feldraine, Brachen und kleine Rückzugsorte selbstverständlich waren, fehlen heute oft geeignete Lebensräume. Umso erfreulicher ist eine Entwicklung auf der Stader Geest: Dort scheint sich der Bestand des selten gewordenen Feldvogels wieder zu erholen. Grund dafür ist ein Schutzprojekt, das die Jägerschaft des Landkreises Stade seit mehreren Jahren gemeinsam mit Landwirten und weiteren Partnern vorantreibt. Die bisherigen Erfolge wurden jetzt Vertretern des Vereins Natur-Netz-Niedersachsen vorgestellt.
Blühstreifen statt Artenrückgang
Im Mittelpunkt des Projekts stehen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume. So werden unter anderem strukturreiche Blühstreifen angelegt, die den Rebhühnern Schutz bieten und gleichzeitig für ein reichhaltiges Insektenangebot sorgen. Gerade die Küken sind in den ersten Lebenswochen auf diese Nahrungsquelle angewiesen.
Nach Angaben der Projektverantwortlichen zeigen die Bestände auf der Stader Geest inzwischen eine deutlich positive Entwicklung. Möglich geworden sei dies durch die enge Zusammenarbeit von Jägern, Landwirten und dem Landkreis Stade.
Erfolgsmodell auf der Stader Geest
Bei einem Ortstermin konnten sich die Gäste vom Natur-Netz-Niedersachsen ein Bild von den Maßnahmen machen. Dabei wurde deutlich, wie sich die Lebensraumverbesserungen auf die Population des Rebhuhns auswirken. Das Natur-Netz-Niedersachsen ist ein Zusammenschluss mehrerer niedersächsischer Stiftungen aus dem Natur- und Umweltschutz. Die Vertreter zeigten sich beeindruckt vom Engagement vor Ort und den bislang erzielten Ergebnissen.
Partner ziehen an einem Strang
Das Projekt wird in mehreren Hegeringen der Jägerschaft Stade umgesetzt. Finanziert werden die Maßnahmen unter anderem aus Mitteln der Jagdabgabe und des Naturschutzfonds. Unterstützung kommt außerdem von der Bingo-Umweltstiftung sowie vom Chemieunternehmen Dow. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Landwirte, die Flächen für Blühstreifen und andere Naturschutzmaßnahmen bereitstellen.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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