Umfrage an der IGS offenbart reichlich Mängel bei den Stader Radwegen
Auf dem Fahrrad nicht sicher

Viele Schüler der IGS kommen mit dem Fahrrad zur Schule - auch wenn der Weg für sie nicht immer sicher ist
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jab. Stade. Fahrradfahren steht bei den Schülern der Integrierten Gesamtschule Stade (IGS) hoch im Kurs. Doch die Freude zum Fahrrad wird getrübt - und zwar durch mangelhafte Radwege und andere rücksichtslose Verkehrsteilnehmer. Das ergab die Umfrage "Fahrradmobilität an der Schule", die die Schüler der IGS zu Beginn des Schuljahres durchgeführt haben.

Verantwortlich dafür war Ole Plorin, IGS-Lehrer und Mobilitätsbeauftragter. Er selbst pendelt täglich mit dem Rad von Klein Thun zur Schule und sieht erheblichen Handlungsbedarf im Bezug auf den Radverkehr in Stade. "Stade ist nur dürftig mit Radwegen ausgestattet und viele Bereiche sind schlecht und schlichtweg gefährlich", so Plorin. Gefragt wurden die Schüler unter anderem, wo auf ihren Wegen die Gefahren lauern und welche Verbesserungsvorschläge sie allgemein für den Radverkehr in Stade haben.

An der Umfrage nahmen 730 Schüler ab der sechsten Klasse sowie 53 Lehrer teil. Schulleiter Jörg Moser-Kollenda: "Es ist bemerkenswert, dass mehr als die Hälfte der Schüler schon einmal mit dem Rad zur Schule gekommen ist."

Ein wichtiger Punkt für die Schüler war das Thema Sicherheit. Hier bemängelten sie, dass vor allem Autofahrer zu wenig Rücksicht nehmen würden. Zudem seien die Radwege oftmals nicht frei und deren Zustand häufig schlecht - wenn sie denn überhaupt vorhanden seien. Viele Gefahrenstellen machten sie rund um die IGS aus. Als besonderen Knackpunkt sieht Moser-Kollenda die Situation rund um den Kreisverkehr Glückstädter Straße/Schiffertorsstraße. "Hier treffen die Schüler des Vincent-Lübeck-Gymnasiums, der BBS und der IGS aufeinander, die in unterschiedlicher Richtung unterwegs sind. Dazu kommen Busse und Pkw", so der Schulleiter. Nicht nur der Ist-Zustand wurde abgefragt. Auch Vorschläge für eine Verbesserung wurden gesammelt. Viele Schüler sprachen sich für die Einrichtung von Fahrrad-Schnellstraßen aus. Zudem sollte die Ausleuchtung von Fuß- und Radwegen sowie die Beschilderung bzw. Markierung von Radwegen verbessert werden. Auch die Situation an den Zufahrten der Schule müsste laut Plorin geändert werden. Hier träfen viele Verkehrsteilnehmer aufeinander, einen gesonderten Fahrradweg gebe es nicht.

Die Ergebnisse der Umfrage präsentierte Plorin im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Stadtbaurat Lars Kolk versprach, dass zeitnah weitere Fahrradbügel an der Schule aufgestellt werden sollen - sowohl an der Süd- als auch an der Nordseite. Durch das Entzerren des Verkehrs solle mehr Ruhe besonders zu den Stoßzeiten einkehren. Moser-Kollenda: "Veränderungen gehen nicht von heute auf morgen, das wissen wir. Die Stadt muss aber investieren. Denn jeder Kilometer mit dem Rad ist einer weniger mit dem Auto. Es geht schließlich auch um die Reduzierung von CO₂."

Viele Schüler der IGS kommen mit dem Fahrrad zur Schule - auch wenn der Weg für sie nicht immer sicher ist
Umgekippt: Die derzeitigen Fahrradständer sorgen oftmals für Beschädigungen
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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