50- bis 59-Jährige stellen den höchsten Anteil bei SARS-CoV-2-Infektionen
Bisher nur wenige Senioren unter den Corona-Infizierten im Kreis Stade

Erstmals stellt der Landkreis Stade detaillierte Angaben zu den betroffenen Altersgruppen bereit. Der höchste Anteil liegt bei den 50- bis 59-Jährigen
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jd. Stade. Der erste "Corona-Monat" im Landkreis ist verstrichen. Am 5. März wurde in Stade die erste Person positiv auf Corona getestet. Nach vier Wochen gibt es 135 positive Befunde. Doch wie verteilt sich die Zahl der Infizierten auf die einzelnen Altersgruppen. Der Landkreis Stade hat hier nach einem Monat erstmals eine Statistik vorgelegt. Demnach stellen die Menschen in den "Fünfzigern" die am stärksten betroffene Gruppe, gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen.

Verhältnismäßig wenig Corona-Fälle gab es bislang noch bei der Bevölkerungsgruppe, die allein aus Altersgründen zum Kreis der Risikopersonen zählt: Die (Jung-)Senioren ab 60 aufwärts machen lediglich 13 Prozent der Corona-Fälle im Landkreis aus, während der Anteil der 40- bis 59-Jährigen genau die Hälfte (50 Prozent) ausmacht. Die Alterskategorie 20 bis 39 Jahre stellt 29 Prozent und der Anteil der Kinder und Jugendlichen (0 bis 19 Jahre) beträgt acht Prozent. Der Anteil der Senioren unter den Corona-Infizierten dürfte aber in den kommenden Tagen erhöhen, falls die Zahl der Corona-Fälle in einem Stader Altenheim weiter ansteigt.

Von den positiv getesteten Personen konnten inzwischen wieder 81 aus der Isolation entlassen werden, weil sich der SARS-CoV-2-Erreger bei ihnen nicht mehr nachweisen lässt. Somit gibt es aktuell 53 Corona-Fälle im Landkreis Stade. Derzeit befinden sich 138 Personen, die engen Kontakt zu COVID-19-Erkrankten hatten, in Quarantäne. Insgesamt 397 enge Kontaktpersonen konnten die Quarantäne seit Beginn der Epidemie wieder verlassen. Die Zahlen geben den Stand von Freitag wieder.

Kann die weitere Ausbreitung des Coronavirus ausgebremst werden? Greifen die behördlichen Maßnahmen? Wird die Zahl der neuen Corona-Fälle nicht mehr so stark ansteigen? Das sind die Fragen, die derzeit die Behörden und die Bürger bewegen - in ganz Deutschland, aber auch in unserer Region. Der Blick auf eine der Grafiken lässt hoffen: Betrachtet man die Steigerungsraten der Corona-Fälle im Vergleich zum jeweiligen Wochentag der Vorwoche, also innerhalb von sieben Tagen, dann ist zu erkennen, dass die Zahl der Infizierten längst nicht mehr so stark ansteigt.

Das gilt besonders für den Landkreis Stade: Dort rutschte die wöchentliche Steigerungsrate zuletzt auf unter 40 Prozent. Vor einer Woche waren es noch mehr als 100 Prozent, das heißt, die Zahl der Corona-Fälle hatte sich in einer Woche mehr als verdoppelt. Derzeit steigt sie nicht einmal mehr um die Hälfte an.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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