Kartierung für den Naturschutz
Fledermäuse an der Festung Grauerort: Landkreis Stade startet Untersuchung
- Die Luftbildaufnahme zeigt das Gelände rund um die Festung Grauerort, das hinsichtlich der Fledermaus-Populationen untersucht werden soll
- Foto: Martin Elsen/nord-luftbilder.de
- hochgeladen von Jörg Dammann
Rund um die Festung Grauerort werden in den Jahren 2026 und 2027 Fledermäuse kartiert. Das Amt Naturschutz des Landkreises Stade lässt dafür ausgewählte Flächen untersuchen. Das erfolgt, sobald die Bäume ihr Laub verloren haben. Die beauftragten Fachleute müssen dabei teilweise auch private Flächen betreten. Das ist rechtlich zulässig. Die Grundstückseigentümer müssen den Zutritt gewähren.
Mit der Kartierung soll festgestellt werden, ob und wie Fledermäuse das Gebiet rund um die Festung Grauerort nutzen. Die Untersuchungen sollen außerdem weitere naturschutzfachliche Erkenntnisse über das Areal liefern. Die gewonnenen Daten helfen dabei, den Erhaltungszustand der geschützten Fledermausarten zu bewerten und mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Zugleich dienen die Untersuchungen dazu, die gesetzlichen Anforderungen des Arten- und Habitatschutzes zu erfüllen.
Hintergrund der Kartierung ist der besondere Schutz der Fledermäuse. Sie zählen zu den nach Anhang IV der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) geschützten Arten und stehen sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene unter besonderem Schutz. Die Naturschutzbehörden sind verpflichtet, Informationen über das Vorkommen und den Erhaltungszustand der geschützten Arten zu erheben und fortzuschreiben.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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