Neuer Schulleiter der Kreisjugendmusikschule Stade
"Ich bin nicht der autoritäre Typ"

Sieht sich selbst als Schulmanager: Jochen Brockmann Foto: jab
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  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. "Wir wollen auf 20 Jahre herausragende Arbeit aufbauen", sagt Jochen Brockmann. Bereits seit zwei Jahren leitet Brockmann die Kreisjugendmusikschule (KJM) in Stade kommissarisch. Nachdem der ehemalige Schulleiter, Uwe Rasch, in Rente gegangen ist, führt Brockmann die KJM nun offiziell.

Der Schwerpunkt der KJM liege seit jeher auf der Jugendarbeit. Nur eines hat sich jetzt geändert: "Wir sind weg von der Produktion kleiner Superstars. Wir möchten, dass die Kinder und Jugendlichen gemeinsam musizieren", so Brockmann. Besonders das Mitwirken in einem Ensemble, von denen die Schule rund 35 hat, eigne sich dafür gut.

Im Zusammenspiel lernen schon die Kleinen soziale Kompetenzen und erhalten durch die Älteren Vorbilder, denen sie nacheifern können. Zusätzlich veranstaltet die KJM regelmäßig Workshops sowie Fahrten zu Ensembles in Partnerstädten. "Das schafft immer wieder neue Motivation", so Brockmann. Schließlich erfordere das Erlernen eines Musikinstrumentes viel Arbeit und Disziplin.

Jochen Brockmann weiß, wovon er spricht. Er selbst begann das Klavierspielen mit sechs Jahren und konnte bereits als Jugendlicher als Klavierlehrer erste Erfahrungen sammeln. Wegen seines Talents studierte er bereits als Jugendlicher neben der Schule an der Universität Bremen Musik. Nach dem Abitur am Vincent-Lübeck-Gymnasium besuchte er die Universitäten Hamburg und Berlin. Aber es zog ihn wieder zurück nach Stade an die Kreisjugendmusikschule.

"Ich war hier mal alles", meint Brockmann. Denn nicht nur als Schüler und Lehrer war er an der Musikschule, auch Betriebsrat war er schon. Über das Amt des Fachbereichskoordinators wurde er schließlich stellvertretender Schulleiter. In seiner jetzigen Stellung sehe er sich aber weniger als Schulleiter, sondern mehr als Schulmanager. Er möchte im Hintergrund arbeiten und die Dinge koordinieren sowie Menschen zusammenbringen. Dabei setze er auf flache Hierarchien. Die Musiklehrer können sich jederzeit mit neuen Ideen einbringen und sich somit auch selbst im Rahmen der Kreisjugendmusikschule verwirklichen. Dabei setze er besonders auf ein gutes Qualitätsmanagement.

In Zukunft möchte Brockmann die musikalische Bildung in den ländlichen Regionen weiter ausbauen. Besonders mit den Schulen und Kingergärten wünscht er sich eine engere Zusammenarbeit und Vernetzung. Für Kindergärten bietet die KJM elementaren Musikunterricht an, der besonders niedrigschwellig ist, um allen Kindern den Zugang zur Musik zu ermöglichen. An den Schulen werden sogenannte Instrumentenkarusselle, bei denen Kinder für einen gewissen Zeitraum Instrumente ausprobieren können, und Schnupperkurse angeboten. An den höheren Schulen werden die Musikklassen unterstützt. "Wir möchten die Schüler dort abholen, wo sie sind", sagt Brockmann.

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