Hegeschau der Jägerschaft des Landkreises Stade
Jäger präsentierten ihre Jagdtrophäen
- Die ausgezeichneten Jagdtrophäen der Kreisjägerschaft Stade
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Hegeschau in Harsefeld: Jäger aus dem Landkreis Stade präsentieren Trophäen, engagieren sich für Artenschutz und zeigen erfolgreiche Projekte wie den Rebhuhnschutz.
Ein Höhepunkt im Jahreskalender der Kreisjägerschaft Stade ist die traditionelle Hegeschau in der Festhalle Harsefeld. Auch in diesem Jahr präsentierten die Jägerinnen und Jäger ihre Jagdtrophäen aus der vergangenen Saison und gaben Einblicke in ihre Arbeit für Natur- und Artenschutz.
Traditionelle Hegeschau zeigt Vielfalt der Wildbestände
Zu sehen waren unter anderem Keiler vom Schwarzwild, Geweihe von Dam- und Rehwild sowie Tierpräparate – darunter auch seltene schwarze Rehe, die vor allem in Norddeutschland vorkommen. In ihren Hegeringen stellten die Jägerinnen und Jäger die Trophäen der Öffentlichkeit vor.
„Die Hegeschau zeigt, wie gut die Reviere gepflegt sind“, erklärte Jens Hariefeld, Erster Vorsitzender der Kreisjägerschaft Stade. Ziel der Jägerschaft sei es, einen gesunden und artenreichen Wildbestand zu erhalten, Lebensräume zu sichern und ein ausgewogenes Prädatorenmanagement umzusetzen.
Hegeziel: Gesunde und stabile Wildpopulationen
Ein zentrales Hegeziel ist ein artenreicher und stabiler Wildbestand mit ausgewogener Altersstruktur. „Neben jungen Tieren braucht es auch ausreichend erfahrene, ältere Tiere, die ihr Verhalten – etwa beim Überqueren von Straßen – weitergeben“, so Hariefeld. Gleichzeitig soll der Wildbestand so reguliert werden, dass Schäden in der Natur und Landwirtschaft gering bleiben.
Auszeichnungen für besondere Trophäen
Im Rahmen der Hegeschau wurden auch wieder besondere Trophäen ausgezeichnet. Insgesamt neun Jagdtrophäen erhielten eine Prämierung. Darunter befand sich ein großes Geweih eines Rothirsches aus dem Alten Land. Das Tier war aufgrund einer erhöhten Unfallgefahr für Mensch und Tier zum Abschuss freigegeben worden.
Auffällig bei den prämierten Stücken waren auch sogenannte abnorme Gehörne von Rehwild. Diese entstehen häufig bei kranken, geschwächten oder verletzten Tieren. Solche Tiere werden gezielt im Rahmen des Hegeabschusses entnommen, da Fehlbildungen die Lebensfähigkeit stark einschränken können.
Erfolgreiches Rebhuhnschutzprojekt im Landkreis Stade
Ein weiteres wichtiges Projekt der Kreisjägerschaft ist das Rebhuhnschutzprojekt. Das Rebhuhn steht auf der Roten Liste gefährdeter Vogelarten und ist zudem Vogel des Jahres 2026.
In mehreren Revieren – darunter Bargstedt, Ohrensen, Kutenholz, Mulsum, Aspe und Brest – wird gezielt an der Verbesserung der Lebensbedingungen gearbeitet. Dazu gehören geeignete Lebensräume, ausreichend Nahrung sowie die Reduzierung von Fressfeinden. Mit Erfolg: Im Revier Kutenholz ist der Bestand bereits auf 94 Tiere angewachsen.
„RehNate“: Erfolgreiche Aufzucht und Auswilderung
Neben den Trophäen sorgte auch eine besondere Geschichte für Aufmerksamkeit: die von „RehNate“. Das Rehkitz verlor kurz nach der Geburt seine Mutter und wurde von Corinna Harms aus Kutenholz aufgenommen und aufgezogen.
Seit acht Jahren kümmert sich Harms um verwaiste Rehkitze, die meist im Mai zu ihr kommen. Im Herbst werden die Tiere wieder ausgewildert. „Das hat auch mit RehNate gut geklappt“, berichtete sie. Häufig bleiben die Tiere zunächst noch in der Nähe, bevor sie sich später im Revier verteilen.
Engagement für Natur, Wild und Zukunft
Die Hegeschau in Harsefeld macht deutlich: Die Arbeit der Jägerschaft geht weit über die Jagd hinaus. Sie umfasst aktiven Natur- und Artenschutz, nachhaltige Hege sowie das Bewahren ökologischer Zusammenhänge.
Redakteur:Saskia Corleis |
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