Entdeckungen rund um das Wasser
Kita-Kinder aus dem Kirchenkreis Stade werden zu Forschern
- Kita-Kinder experimentieren mit Wasser
- Foto: Pierre Moller
- hochgeladen von Jörg Dammann
Was passiert eigentlich mit dem Wasser, nachdem man die Hände gewaschen hat? Warum schwimmt ein Holzstück, während ein Stein untergeht? Und wie kommt das Wasser überhaupt in den Wasserhahn? Mit Fragen wie diesen haben sich Kinder in den Kitas im Kirchenkreis Stade in den vergangenen Wochen beschäftigt. Denn der Umweltmonat des evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverbandes Stade stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des Wassers. Zwölf der 14 Kitas beteiligten sich an dem Projekt und machten die lebenswichtige Ressource zum Mittelpunkt zahlreicher Aktionen, Experimente und Ausflüge.
Forschen statt nur zuhören
Dabei ging es nicht um trockene Theorie, sondern um eigenes Entdecken. Die Kinder bauten Wasserfilter, lernten den Wasserkreislauf kennen, schöpften Papier und experimentierten mit Gegenständen, die schwimmen oder sinken. Besonders eindrucksvoll wurde das Thema in der Kita Johannis in Stade vermittelt. Dort sammelten die Kinder das Wasser, das beim Händewaschen verbraucht wurde. So konnten sie mit eigenen Augen sehen, welche Mengen täglich durch den Abfluss fließen. In der Kita Schatzinsel in Steinkirchen entstanden kleine Biosphären und selbst gebaute Wasserfilter. Ganz nebenbei lernten die Kinder, wie Wasser gereinigt wird und welche Rolle es im natürlichen Kreislauf spielt.
Regenmacher und Fantasiereisen
Eine ganze Themenwoche rund ums Wasser veranstaltete die Kita St. Mauritius in Hollern-Twielenfleth. Dort wurde Wasser aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet – als Lebensgrundlage, Naturphänomen und schützenswerte Ressource. Besonders beliebt waren die selbst gebastelten Regenmacher. Ihr sanftes Rauschen nahm die Kinder mit auf Fantasiereisen und sorgte für viele ruhige und kreative Momente.
- Die pädagogischen Fachkräfte der Kitas nehmen von der Bingo-Stiftung gesponserte Materialien entgegen
- Foto: Albina Chmel
- hochgeladen von Jörg Dammann
Lernen außerhalb der Kita
Zum Umweltmonat gehörten auch mehrere Ausflüge. Die Kinder besuchten das Wasserwerk Süd in der Barger Heide, erkundeten den Kinderwald in Horneburg und machten sich an der Elbe in Grünendeich auf die Suche nach den Spuren des Wassers in der Natur. So wurde das Gelernte unmittelbar erlebbar. Statt nur über Wasser zu sprechen, konnten die Kinder beobachten, woher es kommt, wie es genutzt wird und warum sein Schutz so wichtig ist.
Wasser als Geschenk und Verantwortung
Auch die religiöse Perspektive spielte eine Rolle. Die Kinder beschäftigten sich mit biblischen Geschichten rund um das Wasser und sprachen über die Taufe als Zeichen von Gottes Liebe. Dabei wurde deutlich: Wasser ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein kostbares Gut, mit dem verantwortungsvoll umgegangen werden sollte.
Begeisterung für die Umwelt
„Die Begeisterung der Kinder für das Thema Wasser hat uns gezeigt, wie wertvoll das forschende Lernen ist“, sagt die pädagogische Geschäftsführerin Albina Chmel. Welches Thema im kommenden Jahr im Mittelpunkt stehen wird, steht noch nicht fest. Die Welt der Pflanzen und gesunden Ernährung könnte jedoch eine spannende Fortsetzung sein.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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