Die Forscherschmiede aus der Hansestadt
Stader Gymnasium erneut beim Wettbewerb "Jugend forscht" erfolgreich

Paul Sawitzki befasste sich in seiner Arbeit zu Photonen mit der Frühzeit unseres Universums
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  • Paul Sawitzki befasste sich in seiner Arbeit zu Photonen mit der Frühzeit unseres Universums
  • Foto: Athenaeum
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jd. Stade. Seit vielen Jahren bringt das Athenaeum immer wieder Nachwuchsforscher hervor, deren Arbeiten sich mit wissenschaftlichen Maßstäben messen lassen können. Unter der langjährigen Leitung des Lehrers Hans-Otto Carmesin hat sich das "Athe" geradezu zu einer Jungforscher-Schmiede entwickelt. Auch in diesem Jahr war das Stader Gymnasium beim Regionalwettbewerb von "Jugend forscht" wieder höchst erfolgreich. Die Schüler errangen 15 Preise und vier Sonderpreise. Vier Arbeiten belegten sogar den ersten Platz. Zum "Athe"-Team gehörten auch Schüler anderer Schulen, die aber in der "Jugend forscht AG" des Gymnasiums aktiv sind. Wegen Corona wurde der Wettbewerb erstmals digital ausgerichtet. Die Schüler präsentierten der Jury ihre Experimente und die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten online.

Diese vier der jungen Forscher bzw. Forschungsteams belegten in der jeweiligen Kategorie den ersten Platz und haben sich damit für den niedersächsischen Landeswettbewerb qualifiziert:

In die Frühzeit des Universums ist Paul Sawitzki (17) vorgestoßen. Der Elftklässler liefert mit seiner Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung des frühen Weltalls. Er entdeckte, dass Photonen besonders gut kondensieren, wenn sie den Raum, in dem sie sich bewegen, ebenfalls zum Kondensieren treiben, sodass sich die Raumdimensionen erweitern. Paul befasste sich mit Quantengasen und bediente sich dabei eines Rechenmodells am Computer, um das Raumklima im noch jungen Universum zu ermitteln. Pauls Beitrag wurde in der Rubrik Geo- und Raumwissenschaften prämiert.

QR-Codes sind beliebt, um schnell Infos auf das Smartphone oder Tablet zu bekommen. Solche Codes nutzten auch Peer Booken (17) und Malte Kolmanitsch (18), um ein Quiz digital umzusetzen. Sie entwickelten und programmierten eine App für Android-Tablets. Mittels des Codes kann man an einem Quiz teilnehmen, das die zwei Schüler der Jahrgangsstufe 13 ebenfalls selbst entwickelt und programmiert haben. Die beiden erhielten den ersten Preis im Fachgebiet Mathematik/Informatik.

Mit dem Magnetfeld der Erde befasste sich Florian von Bargen (14). Der Zehntklässler, der der "Jugend forscht AG" des Athenaeums angehört, untersuchte den magnetischen Schutzschirm der Erde, die sogenannte Magnetosphäre. Diese schützt uns vor kosmischen Strahlen, ist aber bei Sonnenstürmen erheblich geschwächt, so dass es zu Stromausfällen kommen kann.
Florian entwickelte eine Messstation, die in Bützfleth von Menschen erzeugten Magnetsmog gemessen hat. Die Station arbeitete dabei ähnlich präzise wie die physikalisch-technische Bundesanstalt, ein Institut mit Weltrang. Der Schüler zeichnete einen Sonnensturm auf, dessen Ausläufer sich offensichtlich bis ins nächtliche Stade auswirkten. Mit seinem ersten Preis im Bereich Technik ist er für den Landeswettbewerb qualifiziert.

Das Thema Klimawandel griff Jannes von Bargen (12) auf, der ebenfalls bei der "Jugend forscht AG" mitmacht. Jannes hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Klimawandel mit nur einem Naturgesetz nachzuvollziehen. Zudem wollte er robuste Klima-Prognosen aufstellen. Er kam zu folgenden drei Ergebnissen: Erstens ist die physikalische Grundlage des Klimawandels völlig gesichert. Zweitens lässt sich der von Menschen verursachte Klimawandel mittels einer klar strukturierten Computersimulation leicht überprüfen. Und drittens ermöglicht es diese Simulation, sinnvolle Prognosen zum Klimawandel zu erstellen. Mit dem ersten Preis im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften darf auch er am Landeswettbewerb teilnehmen.

• Die weiteren Preisträger stellt das WOCHENBLATT in seiner nächsten Mittwochs-Ausgabe vor.

Paul Sawitzki befasste sich in seiner Arbeit zu Photonen mit der Frühzeit unseres Universums
Peer Booken (li.) und Malte Kolmanitsch haben QR-Codes für eine Quiz-App programmiert
Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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