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Stader Jugendherberge bereitet sich auf Öffnung vor

Herbergseltern Ina und Arnth Isernhagen bereiten sich auf die Öffnung ihrer Jugendherberge vor | Foto: Archiv
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jab. Stade. Seit vergangener Woche nehmen in Norddeutschland die 45 Jugendherbergen nach und nach wieder Gäste auf, vor allem an Nord- und Ostsee. Stades Jugendherbergseltern Arnth und Ina Isernhagen wollen voraussichtlich ab dem 22. Juni wieder Gäste begrüßen - alles unter strengen Hygienevorschriften, um Gäste und Mitarbeiter zu schützen. Derzeit laufen die Vorbereitungen.

Nur 16 von 36 Zimmern können freigegeben werden

Wie auch in der Hotellerie dürfen ab dieser Woche 80 Prozent der Kapazitäten belegt werden. Jugendherbergsvater Arnth Isernhagen allerdings wird diese Zahl nicht erreichen können. Selbst die zuvor angesetzten 60 Prozent seien nicht machbar gewesen. "Von 36 Zimmern können wir nur 16 für die Gäste freigeben", so Isernhagen. Grund dafür ist die feste Zuweisung von Toilette und Dusche zu jedem Zimmer. Mehr Kapazitäten seien nicht vorhanden.

Gruppen dürfen nicht aufgenommen werden

Zudem dürften nur Einzelpersonen bzw. Familien aufgenommen werden, weiß Isernhagen. Gruppen, die normalerweise die Haupteinnahmequelle der Jugendherbergen sind, können nicht kommen. Allerdings hätten die meisten ihre Reise ohnehin storniert bzw. verschoben.

Hygienekonzept erarbeitet

Damit innerhalb des Gebäudes alle Hygienemaßnahmen eingehalten werden können, wurde ein Konzept entwickelt. "An jedem Eingang und bei der Verpflegung sind Desinfektionsspender angebracht worden", so Isernhagen. Auch ein Einbahnstraßensystem im Speisesaal gebe es. Die Tische wurden außerdem auseinandergerückt und reduziert. Isernhagen: "Hier müssen wir uns bei voller Bettenbelegung noch etwas einfallen lassen." Beispielsweise könnte ein Schichtsystem eingeführt werden. Zudem müsse nach jedem Gast alles abgewischt und desinfiziert werden.

Kein Rettungsschirm

Sorgen bereitet dem Jugendherbergsvater die finanzielle Lage. Zwar würden durch die Buchungen die Kosten gedeckt. Aber nur, wenn die zur Verfügung stehenden Kapazitäten voll ausgelastet seien. "Rücklagen können wir keine bilden", so Isernhagen. Ein Rettungsschirm ist im Übrigen für Jugendherbergen noch nicht aufgespannt worden, was die Lage zusätzlich verschlechtert. Dennoch hofft Isernhagen, dass wenigstens seine Mitarbeiter bald - wenn auch in Kurzarbeit - wieder richtig arbeiten können.

Redakteur:

Jaana Bollmann aus Stade

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