Kran nimmt Stahlgiganten bei Stade an den Haken
Tore des Sperrwerks Abbenfleth werden saniert
- Wie hier zuletzt 2024 wird auch in der kommenden Woche wieder schweres Gerät am Sperrwerk in Abbenfleth anrücken, um die Sperrwerkstore für die erforderliche Sanierung anzuheben
- Foto: NLWKN
- hochgeladen von Jörg Dammann
Sie verrichten bereits mehr als ein halbes Jahrhundert zuverlässig ihren Dienst. Jetzt steht den beiden Außentoren des Sperrwerks Abbenfleth bei Stade steht eine Generalüberholung bevor. Die Tore, die seit 1971 den Bereich der Bützflether Süderelbe vor Sturmfluten schützen, werden am Mittwoch, 21. Mai, per Mobilkran ausgebaut. Nach umfassenden Sanierungsarbeiten ist der Wiedereinbau der Schutztore für Anfang September geplant. Der Küstenschutz durch das Sperrwerk bleibt auch während der Arbeiten gewährleistet, betont der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).
Schwere Stahlgiganten
Die beiden Stahlgiganten - jedes Tor ist mehr als zehn Meter groß und 25 Tonnen schwer - werden mithilfe eines Mobilkrans aus ihrer Verankerung gehoben. Der Grund: Sie müssen gründlich gereinigt, auf Schäden geprüft und mit einer neuen Korrosionsschutzbeschichtung versehen werden, damit das Salzwasser die Tore nicht angreift, wie Arne Cohrs, zuständiger Bauleiter beim NLWKN in Stade, berichtet. Darüber hinaus werden sogenannte Schramm- und Dichthölzer neu verbaut. Damit soll gewährleistet werden, dass die Tore vor Schäden durch anfahrende Boote geschützt sind und sie wasserdicht schließen.
Kein Schwertransport – gut für das Klima
Praktisch: Die Sanierung findet direkt vor Ort in Abbenfleth statt. "So entfällt ein kostenintensiver und klimaschädlicher Schwertransport", so Cohrs. Während der Arbeiten bleibt das Sperrwerk für den Schiffsverkehr am Mittwoch, 21. Mai, von 7 bis 21 Uhr gesperrt. Falls alles schneller geht, wird die Sperrung auch früher aufgehoben. Der Zugang der Öffentlichkeit rund um den Bereich des Sperrwerks ist aufgrund der Arbeiten bis August aus Sicherheitsgründen eingeschränkt.
Schutz bleibt bestehen
Der Küstenschutz bleibt während der Sanierung vollständig gewährleistet. Dafür sorgen die sogenannten Binnentore des Sperrwerks, die weiterhin in Betrieb sind. Auch sie sollen in den kommenden Jahren fit gemacht werden, um weiterhin sicher vor Sturmfluten zu schützen. Voraussichtlich ab Mitte August wird das Sperrwerk für rund drei Wochen trockengelegt, um die Außentore wieder einzubauen und eine Bauwerkshauptprüfung an der Küstenschutzanlage durchzuführen.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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