Kriegsalltag für kurze Zeit vergessen
Ukrainische Kinder verbringen ein paar unbeschwerte Tage im Landkreis Stade
- Landrat Kai Seefried mit den Gästen aus Mykolajiw bei der Ankunft im Technologiezentrum der Handwerkskammer Stade
- Foto: Daniel Beneke / Landkreis Stade
- hochgeladen von Jörg Dammann
Kinder und Jugendliche aus der ukrainischen Region Mykolajiw sind gemeinsam mit ihren Müttern und weiteren Begleitpersonen für ein paar Tage im Landkreis Stade zu Gast. Hier sollen sie Abstand von Luftalarm, Drohnenangriffen und den täglichen Sorgen des Krieges gewinnen. Mehrere Vereine, Hilfsorganisationen sowie einzelne Ehrenamtliche gestalten für die Gäste ein abwechslungsreiches Programm.
Gäste unternehmen mehrere Ausflüge
Für einige Tage werden verschiedene Ausflüge und gemeinsame Aktivitäten im Mittelpunkt stehen: Zum zweiten Mal hat der Landkreis eine Gruppe aus der niedersächsischen Partnerregion Mykolajiw eingeladen. Landrat Kai Seefried begrüßte die Kinder, Jugendlichen und ihre Begleitpersonen am Freitag im Technologiezentrum der Handwerkskammer in Stade. Zwei Tage waren die Gäste mit Bahn und Bus unterwegs, bevor sie ihr Zuhause im Gästehaus des Technologiezentrums erreichten. Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade stellt die Unterkunft zur Verfügung, während der Caterer Dussmann die Verpflegung übernimmt.
„Ich freue mich, dass Sie jetzt bei uns sind“, sagte Seefried beim Empfang. Die jungen Gäste sollen entspannte Momente in Sicherheit verbringen können. Als Willkommensgeschenk überreichte der Landrat den Kindern die beliebten Teddybären des Landkreises. Delegationsleiterin Lyudmyla Alba bedankte sich für die Unterstützung. Die Gruppe freue sich auf die Zeit im Landkreis und darauf, die regionale Kultur kennenzulernen. Als Zeichen der Verbundenheit überreichten die Gäste dem Landrat eine von ihnen unterschriebene ukrainische Flagge.
Luftalarm gehört zum Alltag
Wie wertvoll diese kurze Auszeit ist, zeigt die Situation in der Heimat der Kinder. Die Oblast (ukrainische Verwaltungseinheit) Mykolajiw liegt nicht weit vom unmittelbaren Kriegsgebiet entfernt. Von der gleichnamigen Hauptstadt sind es bis zur Frontlinie am Fluss Dnipro nur rund 50 Kilometer. Luftalarm sowie Raketen- und Drohnenangriffe gehören für viele Familien weiterhin zum Alltag. Mykoljiw, das vor dem Krieg rund eine halbe Million Einwohner hatte, gilt seit dem russischen Angriff als Symbol des ukrainischen Widerstands. Die südukrainische Hafenstadt war in den ersten Wochen nach dem Überfall im Frühjahr 2022 heftig umkämpft. Russische Truppen rückten bis an die Stadtgrenzen vor. Den ukrainischen Verteidigern gelang es jedoch, den Vormarsch in Richtung Odessa zu stoppen.
- Delegationsleiterin Lyudmyla Alba überreicht Landrat Kai Seefried eine von den Gästen unterschriebene ukrainische Flagge
- Foto: Daniel Beneke/Landkreis Stade
- hochgeladen von Jörg Dammann
Unterstützung durch Vereine und Organisationen
Bereits im vergangenen Jahr waren Kinder aus Mykolajiw mit ihren Müttern im Landkreis Stade zu Gast. Auch damals hatten sie die lange Strecke von Mykolajiw zunächst per Zug ins westukrainische Lwiw und anschließend über Polen mit dem Bus nach Stade zurückgelegt. Auch die diesjährige Freizeit wird durch ein breites Netzwerk von Vereinen und Organisationen ermöglicht. Beteiligt sind unter anderem das Deutsche Rote Kreuz, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Kreislandfrauen und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Harsefeld. Der Kirchenkreis Stade übernimmt die seelsorgerische Begleitung und organisiert eine gemeinsame Andacht.
In Abstimmung mit dem ukrainischen Vizekonsul Borys Drogomyretsky ist ein vielseitiges Programm entstanden. Vorgesehen sind eine Führung durch die Stader Altstadt, eine Fahrt mit dem Tidenkieker auf der Elbe, Mitmachangebote im Natureum, der Besuch eines Freizeitparks und eine Begegnung mit Therapiehunden. „Nur durch dieses mannigfaltige ehrenamtliche Engagement können wir dieses Projekt realisieren“, betonte Seefried. Die Kinderfreizeit sei zugleich ein Zeichen der Solidarität und der anhaltenden Unterstützung für die Menschen in der Ukraine.
Landkreis leistet seit Kriegsbeginn humanitäre Hilfe
Seit Beginn der russischen Invasion engagiert sich der Landkreis Stade in der humanitären Hilfe. Einsatzkräfte aus Feuerwehren und Hilfsorganisationen brachten bei mehreren Transporten Fahrzeuge, medizinische Ausrüstung und weiteres Material an die polnisch-ukrainische Grenze. Dort wurden die Hilfsgüter an ukrainische Rettungskräfte und Freiwillige übergeben. Zuletzt transportierten Helfer an Christi Himmelfahrt erneut Fahrzeuge und Ausrüstung für Rettungsdienste und Kliniken.
Spenden für die Kinderfreizeit
Unter dem Verwendungszweck „Kinderfreizeit Ukraine Landkreis Stade“ kann die Aktion unterstützt werden:
DRK-Kreisverband Stade gGmbH
IBAN: DE12 2415 1116 0000 1131 18
Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Bremen-Verden
IBAN: DE16 3702 0500 0004 3107 18Kinder und Jugendliche aus der ukrainischen Region Mykolajiw sind gemeinsam mit ihren Müttern und weiteren Begleitpersonen für ein paar Tage im Landkreis Stade zu Gast. Hier sollen sie Abstand von Luftalarm, Drohnenangriffen und den täglichen Sorgen des Krieges gewinnen. Mehrere Vereine, Hilfsorganisationen sowie einzelne Ehrenamtliche gestalten für die Gäste ein abwechslungsreiches Programm.
Gäste unternehmen mehrere Ausflüge
Für einige Tage werden verschiedene Ausflüge und gemeinsame Aktivitäten im Mittelpunkt stehen: Zum zweiten Mal hat der Landkreis eine Gruppe aus der niedersächsischen Partnerregion Mykolajiw eingeladen. Landrat Kai Seefried begrüßte die Kinder, Jugendlichen und ihre Begleitpersonen am Freitag im Technologiezentrum der Handwerkskammer in Stade. Zwei Tage waren die Gäste mit Bahn und Bus unterwegs, bevor sie ihr Zuhause im Gästehaus des Technologiezentrums erreichten. Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade stellt die Unterkunft zur Verfügung, während der Caterer Dussmann die Verpflegung übernimmt.
„Ich freue mich, dass Sie jetzt bei uns sind“, sagte Seefried beim Empfang. Die jungen Gäste sollen entspannte Momente in Sicherheit verbringen können. Als Willkommensgeschenk überreichte der Landrat den Kindern die beliebten Teddybären des Landkreises. Delegationsleiterin Lyudmyla Alba bedankte sich für die Unterstützung. Die Gruppe freue sich auf die Zeit im Landkreis und darauf, die regionale Kultur kennenzulernen. Als Zeichen der Verbundenheit überreichten die Gäste dem Landrat eine von ihnen unterschriebene ukrainische Flagge.
Luftalarm gehört zum Alltag
Wie wertvoll diese kurze Auszeit ist, zeigt die Situation in der Heimat der Kinder. Die Oblast (ukrainische Verwaltungseinheit) Mykolajiw liegt nicht weit vom unmittelbaren Kriegsgebiet entfernt. Von der gleichnamigen Hauptstadt sind es bis zur Frontlinie am Fluss Dnipro nur rund 50 Kilometer. Luftalarm sowie Raketen- und Drohnenangriffe gehören für viele Familien weiterhin zum Alltag. Mykoljiw, das vor dem Krieg rund eine halbe Million Einwohner hatte, gilt seit dem russischen Angriff als Symbol des ukrainischen Widerstands. Die südukrainische Hafenstadt war in den ersten Wochen nach dem Überfall im Frühjahr 2022 heftig umkämpft. Russische Truppen rückten bis an die Stadtgrenzen vor. Den ukrainischen Verteidigern gelang es jedoch, den Vormarsch in Richtung Odessa zu stoppen.
- Delegationsleiterin Lyudmyla Alba überreicht Landrat Kai Seefried eine von den Gästen unterschriebene ukrainische Flagge
- Foto: Daniel Beneke/Landkreis Stade
- hochgeladen von Jörg Dammann
Unterstützung durch Vereine und Organisationen
Bereits im vergangenen Jahr waren Kinder aus Mykolajiw mit ihren Müttern im Landkreis Stade zu Gast. Auch damals hatten sie die lange Strecke von Mykolajiw zunächst per Zug ins westukrainische Lwiw und anschließend über Polen mit dem Bus nach Stade zurückgelegt. Auch die diesjährige Freizeit wird durch ein breites Netzwerk von Vereinen und Organisationen ermöglicht. Beteiligt sind unter anderem das Deutsche Rote Kreuz, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Kreislandfrauen und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Harsefeld. Der Kirchenkreis Stade übernimmt die seelsorgerische Begleitung und organisiert eine gemeinsame Andacht.
In Abstimmung mit dem ukrainischen Vizekonsul Borys Drogomyretsky ist ein vielseitiges Programm entstanden. Vorgesehen sind eine Führung durch die Stader Altstadt, eine Fahrt mit dem Tidenkieker auf der Elbe, Mitmachangebote im Natureum, der Besuch eines Freizeitparks und eine Begegnung mit Therapiehunden. „Nur durch dieses mannigfaltige ehrenamtliche Engagement können wir dieses Projekt realisieren“, betonte Seefried. Die Kinderfreizeit sei zugleich ein Zeichen der Solidarität und der anhaltenden Unterstützung für die Menschen in der Ukraine.
Landkreis leistet seit Kriegsbeginn humanitäre Hilfe
Seit Beginn der russischen Invasion engagiert sich der Landkreis Stade in der humanitären Hilfe. Einsatzkräfte aus Feuerwehren und Hilfsorganisationen brachten bei mehreren Transporten Fahrzeuge, medizinische Ausrüstung und weiteres Material an die polnisch-ukrainische Grenze. Dort wurden die Hilfsgüter an ukrainische Rettungskräfte und Freiwillige übergeben. Zuletzt transportierten Helfer an Christi Himmelfahrt erneut Fahrzeuge und Ausrüstung für Rettungsdienste und Kliniken.
Spenden für die Kinderfreizeit
Unter dem Verwendungszweck „Kinderfreizeit Ukraine Landkreis Stade“ kann die Aktion unterstützt werden:
DRK-Kreisverband Stade gGmbH
IBAN: DE12 2415 1116 0000 1131 18
Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Bremen-Verden
IBAN: DE16 3702 0500 0004 3107 18
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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