Ideenwettbewerb: Stadt muss formale Vorgaben erfüllen
Camper Höhe: Neuauswahl der Jury

jd. Stade. In Sachen Camper Höher ist Ruhe eingekehrt - dank des von der Stadt angeschobenen Werkstattverfahrens. Bei den Gesprächen am Runden Tisch im Mai und Juni 2019 konnten alle Beteiligten - darunter vor allem die Bürgerinitiative "Pro Camper Höhe" - ihre Vorstellungen und Ideen einbringen. Jetzt sollen die Experten ran: Auf Basis der Ergebnisse des Werkstattverfahrens soll ein Ideenwettbewerb für Planungsbüros ausgelobt werden. Ziel ist ein ansprechendes Entwicklungskonzept für die öffentliche Sport- und Grünflächen auf der Camper Höhe. Über die Modalitäten des Wettbewerbs sollte in der vergangenen Woche die Politik entscheiden. Doch die Stadt hat die Sitzungsvorlage für den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt zurückgezogen - aus formalen Gründen.

Es gebe neue Vergaberichtlinien, erläutert Stades Stadtbaurat Lars Kolk: "Demnach muss die Jury, die über die eingereichten Wettbewerbsbeiträge entscheidet, mindestens zu einem Drittel aus Fachleuten besetzt sein." Die Stadt müsse sich nun erst einmal auf die Suche nach solchen Experten, sprich Garten- und Landschaftsbauarchitekten, begeben.

Inwieweit sich deswegen der gesteckte Zeitrahmen verschieben werde, könne er daher noch nicht sagen, so Kolk. Geplant ist bisher, dass die Ausschreibungsunterlagen im April an die teilnehmenden Büro verschickt werden und die Entwurfsunterlagen bis September bei der Jury eingereicht werden müssen. Im Dezember soll schließlich der Rat entscheiden, ob er der Auswahl der Jury zustimmt.

Ursprünglich sollte die Teilnahme am Wettbewerb auf drei Fachbüros begrenzt werden. "Wir werden jetzt auch die Zahl der Planungsbüros auf fünf bis sechs erhöhen", sagt Kolk. Dabei sollen gezielt Büros mit jungen Teams angesprochen werden - in der Hoffnung, dass diese frische Ideen bringen. Für den Wettbewerb werden Preisgelder ausgelobt. Dafür sind 30.000 Euro im Haushalt bereitgestellt.

Wie berichtet, soll als Grundlage der weiteren Planungen für die Camper Höhe das sogenannte Drei-Zonen-Modell dienen. Danach ist die nördliche Zone für Freizeitaktivitäten für die breite Öffentlichkeit bestimmt. Die bestehenden Spielfelder sollen in Grünanlagen umgewandelt werden, die der Naherholung dienen. Die mittlere Zone soll dem Schul- und Vereinssport vorbehalten bleiben. Die Sportstätten sollen entsprechend saniert und ausgebaut werden. In der südlichen Zone sind soziale Einrichtungen bzw. Gastronomie vorgesehen. Ein gastronomischer Betrieb könnte dort womöglich auch die Funktion einer Begegnungsstätte erfüllen. Von der ursprünglichen Absicht der Stadt, auf der Camper Höhe Wohnbebauung zu schaffen, ist man beim Werkstattverfahren abgerückt.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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