++ A K T U E L L ++

Keine Corona-Notbremse im Landkreis Stade

Stade will auf Gebühren im Januar und Februar verzichten
Gute Nachricht für Eltern in Stade: Kita-Beiträge sollen erlassen werden

Für die Monate Januar und Februar werden nur diejenigen Eltern zur Kasse gebeten, die ihr Kind in einer Notgruppe hatten
  • Für die Monate Januar und Februar werden nur diejenigen Eltern zur Kasse gebeten, die ihr Kind in einer Notgruppe hatten
  • Foto: Adobe Stock/Krakenimages
  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Stade. Die Stadt Stade will für die Monate Januar und Februar auf die Erhebung von Kita-Beiträgen verzichten. Einen entsprechenden Beschluss soll der Rat auf seiner Sitzung am 22. März auf Empfehlung der Verwaltung fassen. Ausgenommen von diesem Zahlungserlass sollen diejenigen Eltern sein, deren Kinder in diesem Zeitraum in einer Notgruppe betreut wurden. Die Regelung soll nicht nur für die städtischen Kitas gelten, sondern auch für die Einrichtungen in freier Trägerschaft. Vorgesehen ist, dass die Träger die Einnahmeausfälle erstattet bekommen. Nach ersten Berechnungen ist von Mindereinnahmen in Höhe von 150.000 Euro auszugehen.

Seit Anfang Januar ist in Niedersachsen der reguläre Kita-Betrieb untersagt. Dieses Verbot gilt vorerst bis zum 7. März. Zulässig ist nur eine Notbetreuung in deutlich kleineren Gruppen. Die Verwaltung hatte auf die vom Land angeordnete Schließung der Kitas bereits reagiert und die Zahlung der Elternbeiträge ab Februar vorläufig ausgesetzt. Dieser Gebührenverzicht soll nun rückwirkend auf den Januar ausgedehnt werden. Der Verzicht auf Elternbeiträge erscheine aufgrund "der sozialen und familienpolitischen Verantwortung geboten", heißt es seitens der Verwaltung. Diese verweist zudem auf rechtliche Aspekte. Mit dem Betreuungsvertrag gehe die Stadt ein zivilrechtliches Verhältnis gegenüber den Eltern ein. Werde die Betreuungsleistung nicht erbracht, könne die Stadt dem Grundsatz nach kein Entgelt verlangen.

Nach Ansicht der Verwaltung ist es eine "gegenüber den beitragspflichtigen Eltern gerechte und zugleich praktikable Lösung" immer dann keine Kita-Gebühren zu erheben, wenn sich eine Schließung über 15 oder mehr zusammenhängende Tage erstreckt. Diese Vorgehensweise ist so auch in der neuen Kita-Satzung vorgesehen, die mit Wirkung zum 1. August in Kraft treten soll.

Nicht erstatten will die Stadt die Kita-Beiträge für Dezember 2020. Damals waren die Eltern aufgrund der sich verschlechternden Pandemie-Lage gebeten worden, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Das Betreuungsangebot konnte bei Bedarf dennoch komplett in Anspruch genommen werden. Da die Kitas über Weihnachten ohnehin geschlossen sind, steht nach Ansicht der Stadt die Erhebung von Beiträgen noch in einem angemessenen Verhältnis zur erbrachten Leistung.

Schnelltests für Stader Kindergarten-Personal

Das Corona-Testprogramm der Stadt Stade läuft auf Hochtouren. Aktuell lassen sich rund 250 Kita-Beschäftigte bis zu zweimal wöchentlich testen. Die Stadt hat Schnelltests angeschafft, die die Erzieherinnen und Erzieher in den zwölf städtischen und 16 von freien Trägern betriebenen Kitas sowie Personen aus der Tagespflege nutzen können.

Den Schnelltest nehmen Mitarbeiter der Stader Betreuungsdienste vor. Sollte das Testergebnis positiv ausfallen, wird der betreffenden Person empfohlen, sich in häusliche Quarantäne zu begeben, bis das Gesundheitsamt weitere Maßnahmen ergreift. Anschließend ist auf jeden Fall der aussagekräftigere PCR-Test erforderlich. Fällt dieser Test negativ aus, darf die Arbeit in der Kita wiederaufgenommen werden.
Das DRK organisiert die Testungen für das DRK-Personal in Eigenregie. Die Tagespflegepersonen erhalten die Möglichkeit, sich einmal wöchentlich durch die Stader Betreuungsdienste im Café „Schöne Zeit“ in der Poststraße testen zu lassen. 31 der 67 Tagespflegepersonen nehmen dieses Angebot wahr.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Service

13. April: Die Corona-Zahlen im Landkreis Harburg
72,71: Inzidenzwert deutlich höher

(sv). Der Corona-Inzidenzwert im Landkreis Harburg ist am heutigen Dienstag, 13. April, wieder deutlich angestiegen: von 60,6 am Vortag auf aktuell 72,71. Über Ostern war die Inzidenz zurückgegangen, was laut RKI-Präsident Lothar Wieler unter anderem an weniger durchgeführten Tests lag (das WOCHENBLATT berichtete). Wieler betonte, dass sich erst im Laufe dieser Woche zeigen werde, wie sich die Corona-Zahlen nach den Osterferien tatsächlich entwickeln. Die Zahl der aktiven Fälle steigt...

Panorama
Dr. Hans-Dieter Trosse und seine Frau Heidi fühlen sich wohl in ihrer Wohnung im DRK-Zentrum in Hanstedt. Bei ihnen gilt, möglichst viel zu lachen.
2 Bilder

DRK-Zentrum Hanstedt
Heidi und Hans-Dieter Trosse sind froh, schon früh ins Betreute Wohnen gezogen zu sein

sv. Hanstedt. Sie lachen und scherzen gerne, reden genauso viel über das Heute und Morgen wie über das Gestern und sind vor allem eines: optimistisch im Angesicht ihres Alters. Heidi (80) und Hans-Dieter Trosse (86) leben bereits seit drei Jahren mit ihren zwei Zwergschnauzern in einer Wohnung im DRK-Zentrum "Haus am Steinberg" in Hanstedt. Obwohl sie das Glück haben, noch weitgehend fit für ihr Alter zu sein. Ihre Entscheidung für das Betreute Wohnen, bevor es notwendig wird, sehen sie nicht...

Service

Akute Corona-Fälle im Landkreis Stade durchbrechen 400er-Marke
Aktuelle Corona-Fallzahlen pro 10.000 Einwohner: Horneburg und Harsefeld an der Spitze

jd. Stade. Harsefeld ist wieder Corona-Spitzenreiter: Die Samtgemeinde weist bei den aktuellen Corona-Fällen erneut den höchsten Wert im Landkreis Stade auf. In der Geest-Kommune gibt es derzeit 78 Personen, die sich aufgrund eines positiven Corona-Tests in Isolation befinden. Erst danach kommen die beiden Städte: In Buxtehude gibt es 73 aktuelle Fälle und in Stade 60.  Die absoluten Zahlen sind allerdings nicht aussagekräftig, wenn man einen Vergleich zwischen den einzelnen Kommunen ziehen...

Panorama
Manfred Pankop zeigt die ärztliche Bescheinigung, dass er aus 
gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen muss

Neu Wulmstorfer fühlt sich aufgrund seiner Erkrankung diskriminiert
"Wo darf ich noch ohne Maske einkaufen?"

sla. Neu Wulmstorf. Manfred Pankop ist verzweifelt. Im vergangenen Jahr wurde der 65-Jährige wegen Verdachts auf Lungenkrebs an der Lunge operiert. Zum Glück bestätigte sich der Verdacht nicht, da es sich um einen gutartigen Tumor handelte, der ihm entfernt wurde. Dennoch ist der Neu Wulmstorf seitdem gesundheitlich stark beeinträchtigt und ausgesprochen kurzatmig. Insbesondere das Tragen der Corona-Schutzmaske verursache bei ihm regelrechte Atemnot, verbunden mit extremen Hustenanfällen. "Ich...

Panorama

Corona-Ausbrüche in vier Betrieben: Fälle hängen miteinander zusammen
Inzidenzwert im Landkreis Stade liegt drei Tage hintereinander über 100

jd. Stade. Drei Tage hintereinander eine Sieben-Tage-Inzidenz jenseits der 100er-Marke: Der Landkreis Stade gilt jetzt als Hochinzidenzgebiet. Welche Konsequenzen das haben kann, ist allerdings noch offen. Am Sonntag lag der Inzidenzwert erstmals in diesem Jahr über 100. Gemeldet wurden 113,0 Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Montag war der Wert mit 112,0 Fällen pro 100.000 Einwohner nur unwesentlich niedriger. Für den heutigen Dienstag wird eine Inzidenz von 113,9...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen