Land verkauft altes Schwesternwohnheim / Neue Gebäude für Stader Polizei und Finanzamt
Mehr Platz für Hancken-Klinik

Rundgang über das Gelände: Dr. Christoph Hancken (re.) zeigt Finanzminister Reinhold Hilbers (li.) die Klinik
2Bilder
  • Rundgang über das Gelände: Dr. Christoph Hancken (re.) zeigt Finanzminister Reinhold Hilbers (li.) die Klinik
  • Foto: sc
  • hochgeladen von Saskia Corleis

sc/jd. Stade. Darauf haben alle Beteiligten lange hingearbeitet: Die Klinik Dr. Hancken erwirbt vom Land Niedersachsen für 1,5 Mio. Euro das ehemalige Schwesternwohnheim am Bleicherweg in Stade. Auf dem Grundstück soll nach dem Abriss des Wohnheims ein Erweiterungsbau für die Klinik entstehen. Derzeit wird das frühere Wohnheim, das zum damaligen Stader Krankenhaus gehört, von der Polizei genutzt.
Um den erfolgreichen Abschluss des Grundstücksgeschäftes zu verkünden, reiste der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) persönlich an. "Unser Antrieb war es, die Entwicklungsmöglichkeiten der für die gesamte Region bedeutenden Klinik Dr. Hancken zu gewährleisten", erklärte Hilbers beim Ortstermin.
Acht Jahre lang sei er an diesem Thema drangewesen - und das endlich mit Erfolg, sagte Klinikchef Dr. Christoph Hancken voller Freude. Die seit 100 Jahren bestehende Klinik führe er schon in dritter Generation und die nächste stehe bereits in den Startlöchern. Die geplante Erweiterung der Klinik sei eine Investition in die Zukunft. Der Grundstückserwerb sei notwendig, denn die Klinik müsse sich vergrößern, um die gestiegenen Patientenzahlen zu bewältigen und die hohe Qualität der ambulanten und stationären Versorgung von Krebspatienten in Stade weiterhin zu gewährleisten, so Hancken.
Derzeit wird das alte Schwesternwohnheim noch von der Polizei genutzt. Dort sind die Verfügungseinheit, die technische Abteilung sowie die Hundeführer untergebracht. Damit die Polizei das Gebäude - wie vertraglich vereinbart - innerhalb der kommenden vier Jahre räumen kann, soll neben dem Parkplatz vor der Stader Polizeiwache ein Neubau entstehen, der Platz für die Einsatzgruppe und den Streifendienst bieten soll. "Die Planungen dafür können jetzt beginnen", so der Leiter der Polizeiinspektion Stade, Jörg Wesemann.
Der Polizeioberrat wies auf die schlechten räumlichen Zustände in dem 1930 erbauten Schwesternwohnheim hin. Seit 1996 gebe es seitens der Polizei Bemühungen, eine moderne Wache zu errichten. In dem Altbau seien der Zustand des Wachraums und des Zellentraktes besonders desolat.
Laut Hilbers stellen der Verkauf des Schwesternwohnheimes sowie der Neubau der Wache und die Erweiterung der Hancken-Klinik einen Mehrwert für die Region dar. "Wir wollen die Stadtentwicklung voranbringen", fügte er hinzu. Starke Mittelzentren im ländlichen Raum seien für ihn besonders im Bereich der Gesundheitsversorgung sehr wichtig. "Hancken ist für Stade ein Glücksfall", so der Minister.
Mit der Veräußerung des früheren Wohnheims und dem Bauvorhaben auf dem Polizeigelände drücke das Land seine Wertschätzung sowohl gegenüber den Polizeibeamten als auch gegenüber dem Engagement der Ärzte und Klinikmitarbeiter aus. "Wir haben eine gute Lösung für die Region und für die Polizei geschaffen", so Hilbers.
Vertreter der Politik und der Polizei, darunter der Lüneburger Polizeipräsident Thomas Ring, nahmen Hilbers vor dem Rundgang über das Gelände in Empfang. Im Rahmen einer kurzen Führung zeigte Hancken dem Finanzminister, den Politikern und der Polizeiführung das ehemalige Schwesternwohnheim und die Klinik.
• Hilbers nahm seinen Besuch in Stade zum Anlass, auch noch einmal auf die Pläne seines Hauses für den Neubau des Finanzamtes in der Hansestadt hinzuweisen: Auf dem Grundstück "Steinkirchener Straße" gegenüber dem neuen niedersächsischen Landesarchiv soll ein viergeschossiges Gebäude mit 4.850 Quadratmetern Nutzfläche realisiert werden. Damit können mehrere Standorte des Finanzamtes an einem einheitlichen Ort zusammengeführt werden. Baubeginn ist voraussichtlich im Frühjahr 2022.

Rundgang über das Gelände: Dr. Christoph Hancken (re.) zeigt Finanzminister Reinhold Hilbers (li.) die Klinik
Vertreter der Politik, der Stader Polizei und der Klinik Dr. Hancken vor dem Schwesternwohnheim

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen