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Stadt Stade will Rasern Riegel vorschieben

An der Bremervörder Straße treten viele Autofahrer ordentlich aufs Gaspedal
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Verwaltung verspricht Lärmaktionsplan in den kommenden zwölf Monaten

tp. Stade. Autojagden auf Einfallstraßen, Treffen von Autogangs mit Partylärm und nächtliche Raser-Wettbewerbe in der Parkpalette am Bahnhof: Immer wider schlagen geplagte Bürger aus Stade dagegen Alarm. Nach mehreren WOCHENBLATT-Berichten, in denen Anwohner ihrem Ärger über erfolglos verlaufene Beschwerden bei der Stadt und Polizei Luft machten, meldet sich jetzt erneut ein Kritiker zu Wort. Jürgen Mittelstädt klagt über Motorenkrach an der Bremervörder Straße. "Dort wird - nicht nur von sogenannten Raser-Gangs - extrem zu schnell gefahren. Alles in allem wäre ein Lärmaktionsplan für die Bremervörder Straße mehr als angebracht." Tatsächlich ist ein entsprechendes Projekt jetzt für stark frequentierte Straßen der Stadt in Planung. Die Bremervörder Straße steht allerdings nicht ausdrücklich auf der Agenda.

"Insbesondere nachts wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit gnadenlos überschritten", so Mittelstädt, der an der "Bellevue" nahe der Bremervörder Straße wohnt. Eine amtliche Geschwindigkeitsmessung der Stadt ergab nach seiner Kenntnis in der Tempo-50-Zone eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 70 Stundenkilometern bei fast 16.000 Fahrzeugen pro Tag. "Leider sehen sich die Behörden nicht imstande, dieser Raserei durch  stationäre Blitzer Einhalt zu gebieten. Schon bei dem erlaubten Tempo sind der Lärm und die Abgase für die Anwohner kaum noch zu ertragen. Aber trotzdem tut die Stadt nichts zum Schutz der Anwohner."

Das WOCHENBLATT-Nachfrage hakte bei der Stadt nach: Laut Pressesprecher Tjorven Plate ist die Minderung der belastenden Lärm-Immission "zentrales Thema einer auf die Zukunft gerichteten Stadtentwicklung". Dabei könne tatsächlich ein Lärmaktionsplan helfen, Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. "Zugleich", so Plate, "fehlen dem Instrument der Lärmaktionsplanung bundesweit Fördermittel für konkrete Maßnahmen."

Die Stadt plane - trotz knapper Bundesmittel - innerhalb der nächsten zwölf Monaten die Aufstellung eines Lärmaktionsplanes. Hierbei seien jedoch vorrangig die stark belasteten Durchgangsstraßen - insbesondere B73 und B74 sowie die L111 - und die Bahnstrecken zu betrachten. Diese Handlungsschwerpunkte ergeben sich laut Plate aus der aktuellen Lärmkartierung des Landes Niedersachsen. Die Bremervörder Straße führe das Land dabei allerdings nicht auf. Die Stadt wolle Betroffenen wie Jürgen Mittelstädt dennoch Gehör schenken.

Im Zuge von Lärmaktionsplänen griffen Verkehrsplaner in anderen deutschen Städten zu verschiedenen Mitteln wie Lkw-Fahrverbote, geräuschmindernde Straßenbeläge, besondere Ampelschaltungen oder Fahrbahnverengungen.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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