Eine Schule für alle
Runder Schulgeburtstag an der IGS Stade

Ute Bruns (Didaktische Leitung) und Jörg Moser-Kollenda (Schulleiter) freuen sich über zehn Jahre IGS
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  • Ute Bruns (Didaktische Leitung) und Jörg Moser-Kollenda (Schulleiter) freuen sich über zehn Jahre IGS
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sb. Stade. Eigentlich hätte in diesen Tagen ein rauschendes Schulfest gefeiert werden sollen. Doch Corona-bedingt muss das zehnjährige Bestehen der Integrierten Gesamtschule (IGS) Stade sehr leise und unauffällig begangen werden.

Trotzdem ist die Stimmung gut: "Wenn mir vor zehn Jahren jemand prophezeit hätte, wo wir heute stehen, hätte ich ihn für sehr, sehr optimistisch gehalten", sagt IGS-Schulleiter Jörg Moser-Kollenda. Und Ute Bruns, didaktische Leitung der Schule, ergänzt: "Das Besondere an unserer Schule ist das soziale Miteinander. Das gilt für unsere Schülerschaft, unser Kollegium und unsere Mitarbeiter. Und auch mit dem Entwicklungsstand unserer Unterrichtskonzepte und unserer Ausstattung sind wir sehr zufrieden."

Als im Jahr 2008 eine Bürgerinitiative die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule in der Stadt Stade forderte, wurde das zunächst sehr kontrovers diskutiert. FDP und CDU waren anfänglich klar dagegen. Im März 2009 machte eine Elternbefragung deutlich, dass ein großes Interesse an dieser Schulform besteht. Und dann ging alles sehr schnell: Der Kreistag beschloss die Gründung der Schule, die Stadt übernahm die Trägerschaft. Es wurde entschieden, dass die IGS Stade in das Schulzentrum Hohenwedel einziehen soll.
Im Frühjahr 2010 begann der Umbau im Schulzentrum und im August wurde der erste Jahrgang eingeschult: 148 Kinder starteten an einer Schulform, die es bis dahin im Landkreis Stade noch nicht gegeben hatte. "Anfänglich wirkten wir mit unseren Lernformen auf viele etwas exotisch. Inzwischen erscheint die Art, wie bei uns gelernt und gearbeitet wird, sehr viel normaler", so Ute Bruns.

In den ersten fünf Jahren bestanden Hauptschule, Realschule und IGS noch nebeneinander. Während die Haupt- und Realschule mit jedem neuen Schuljahr einen Jahrgang verlor, wurde die IGS allmählich größer. Aktuell besuchen die IGS Stade 1.040 Schüler in neun Jahrgängen. Die Schule hat mehr als 100 Lehrkräfte und über 30 sonstige Mitarbeiter. Die Nachfrage ist ungebrochen hoch. Bisher gab es in jedem Schuljahr mehr Schulanmeldungen als Schulplätze und es musste jedes Mal gelost werden.

Wie erfolgreich das IGS-Konzept ist, zeigt sich in folgender Zahl: "Bisher hat etwa ein Drittel unserer Schüler einen besseren Schulabschluss erreicht, als am Ende der Grundschulzeit prognostiziert worden war", sagt Ute Bruns. Auch mit den Abiturergebnissen ist die Schule sehr zufrieden. Zwei Abiturjahrgänge gab es bisher. Beide lagen im Gesamtergebnis über dem Landesschnitt.

"Es gibt für uns viele Gründe, sehr dankbar und zufrieden auf die bisherige Entwicklung der Schule zu schauen", sagt Schulleiter Moser-Kollenda. "Und noch glücklicher wären wir, wenn die jetzt ausgefallene Jubiläumsfeier bald nachgeholt werden kann." 

Eine Schule für alle

  • Die Integrierte Gesamtschule ist eine Schule für alle – unabhängig vom Leistungsvermögen.
  • Alle Schulabschlüsse können erreicht werden: vom Förderschulabschluss bis zum Abitur.
  • Seit Beginn ist die IGS Stade eine Ganztagsschule, in der in allen Jahrgängen an mindestens drei Nachmittagen auch Pflichtunterricht erteilt wird. 
Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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