Basketball in Stade
VfL Stade verabschiedet Trainer Joan Fernández
- Der Basketball Regionalliga-Trainer Joan Rallo Fernández — hier nach einem Heimspiel — verabschiedet sich vom VfL Stade
- Foto: Picselweb /Jörg Struwe
- hochgeladen von Stefanie Schimanski
Beim VfL Stade geht eine prägende Ära zu Ende: Basketball Cheftrainer Joan Rallo Fernández wird den Verein verlassen und in seine Heimat Spanien zurückkehren. Aus persönlichen Gründen steht der 42 Jährige in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung.
Acht Jahre lang hat Fernández den Basketball in Stade entscheidend mitgestaltet und weiterentwickelt. In dieser Zeit wuchs nicht nur der sportliche Erfolg, sondern auch die Bedeutung der Abteilung innerhalb der Region. Die erste Herrenmannschaft etablierte sich in der 1. Regionalliga Nord als feste Größe, erreichte mehrfach die Playoffs und feierte unter anderem die Vizemeisterschaften in den Jahren 2023 und 2025.
Doch der Einfluss des Trainers ging weit über das Spielfeld hinaus. Die Heimspiele im Sportcampus Stade entwickelten sich zu einem festen Treffpunkt für viele Menschen und sorgten für eine spürbare Basketballbegeisterung in der Stadt. Auch die Mitgliederzahlen spiegeln diese Entwicklung wider: Die Abteilung wuchs von rund 300 auf über 450 Mitglieder.
„Joan hat den VfL sportlich wie menschlich enorm bereichert. Mit seiner Leidenschaft, seiner Mentalität und seinem unermüdlichen Einsatz hat er unsere Professionalisierung maßgeblich vorangetrieben und stets eine gesunde Mischung aus sportlicher Ambition und gelebter Menschlichkeit gefunden“, sagt Teammanager Thomas Bolz. Der Abschied falle schwer, zugleich habe man großes Verständnis für die Entscheidung. „Die Türen im VfL stehen für Joan jederzeit offen. Er wird hier immer willkommen sein.“
Auch Fernández selbst blickt mit großer Verbundenheit auf seine Zeit in Stade zurück. Gleichzeitig erklärt er offen, dass er zuletzt seinen eigenen Ansprüchen nicht mehr vollständig gerecht werden konnte: „Letzte Saison habe ich nicht so performen können, wie ich es mir gewünscht hätte und wie es ein Job, wie der des Regionalligatrainers, erfordert. Körperlich war ich zwar immer in Stade, gedanklich aber woanders. Das ist nicht noch eine weitere Saison machbar.“ Trotz seines Abschieds bleibt die Verbindung bestehen: „Ich werde zwar nicht mehr vor Ort sein können, aber mein Herz bleibt in Stade und bei diesem Team. Ich bin sicher, wir werden eine sehr gute Saison spielen und uns wiedersehen.“
Während sich der Verein von seinem langjährigen Trainer verabschiedet, laufen im Hintergrund bereits Gespräche über eine Nachfolge. Ziel ist es, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und die positive Entwicklung der vergangenen Jahre weiterzuführen.
Ein Abschied, der von Dankbarkeit geprägt ist und zugleich von der Gewissheit, dass das gemeinsam Geschaffene Bestand haben wird.
Redakteur:Stefanie Schimanski aus Buxtehude |
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