sb. Stade. Ein gutes Ergebnis für Stade: Die Hansestadt hat sich bei der bundesweiten Untersuchung "Vitale Innenstädte 2020" von der Schulnote 2,6 auf 2,3 verbessert. Durchgeführt wurde die Studie vom Institut für Handelsforschung Köln (IFH) im vergangenen September in 107 Städten.

"Das ist ein großartiges Ergebnis, denn es zeigt, dass unsere Bestrebungen, die Attraktivität der Hansestadt Stade stets noch weiter zu erhöhen, von den Innenstadtbesuchern gesehen und anerkannt werden", freut sich Stades Bürgermeister Sönke Hartlef. Er nennt den Bau des Parkhauses Wallstraße sowie die Rewe-Ansiedlung im Geschäftshaus Am Pferdemarkt als Beispiele, die zu der besseren Bewertung gegenüber den Befragungen 2016 und 2018 geführt haben. Sophie Hohmeister, Citymanagerin der Stade Marketing und Tourismus GmbH fügt mit Blick auf das umfangreiche Zahlenwerk hinzu: "Ich finde es schön und ermutigend, dass die Befragten angaben, in der Pandemie den lokalen Handel verstärkt zu unterstützen."

Dennoch gebe es weiterhin Handlungsbedarf und Verbesserungspotenzial, machen die Wirtschaftsförderer der Hansestadt Stade deutlich. "Wir müssen weiter daran arbeiten, dass die Innenstadt lebendig bleibt", sagt Thomas Friedrichs mit Blick auf den stark wachsenden Online-Handel. Und seine Kollegin Tina Graffelmann, die die Studie begleitete, ergänzt: "Das vom Stadtrat im Sommer 2020 beschlossene Einzelhandelskonzept empfiehlt dazu, Kunden gebündelt Informationen über das Angebot der Innenstadt online bereitzustellen. Hieran arbeiten wir intensiv gemeinsam mit dem Citymanagement der Stade Marketing und Tourismus GmbH."

Die Studie „Vitale Innenstädte 2020“ wurde vom Institut für Handelsforschung (IFH) an der Universität Köln im Herbst 2020 bereits zum vierten Mal durchgeführt. Ziel der Untersuchung ist die Schaffung einer aussagekräftigen Datenbasis, die das Einkaufsverhalten in deutschen Innenstädten abbildet. In 107 Städten aller Größen wurden zeitgleich Passanten zu ihren Einkaufsgewohnheiten und der Attraktivität der Innenstadt befragt. Insgesamt wurden rund 58.000 Menschen um ihre Meinung gebeten, in Stade waren es 400 Passanten. Damit ist dies die größte bundesweite Untersuchung dieser Art. Die Hansestadt Stade nahm zum dritten Mal teil. 

Verbesserung der Parksituation

Die Bewertung der Studie erfolgte in den drei Kategorien "Gesamtattraktivität", "allgemeines Ambiente" und "Einzelhandelsangebot". Stade liegt dabei im guten und im befriedigenden Bereich. Nirgendwo wird die Hansestadt schlechter als 3,1 bewertet. Als gut bewertet werden beispielsweise das Dienstleistungsangebot und die Orientierungsmöglichkeiten. Hervor sticht die Kategorie "Parksituation", in der sich die Hansestadt von der Note 3,7 (2016) über 3,2 (2018) auf nun 2,3 verbessern konnte.

Zufrieden mit der Auswahl

Im Vergleich ähnlich großer Städte erhielt Stade folgende Bewertungen: Ambiente/Flair 2,2, Durchschnittsnote (Ø) 2,4; Gebäude/Fassaden 1,8, Ø 2,4; Sehenswürdigkeiten 2,0, Ø 2,6; Gastronomie 2,0, Ø 2,3 sowie beim Angebot von Bekleidung 2,3, Ø 2,7; Schuhen 2,2, Ø 2,6; Uhren/Schmuck 2,3, Ø 2,7; Bücher 2,0, Ø 2,3; Körperpflege 1,7, Ø 2,0. In diesen Kategorien steht Stade besser da als vergleichbar große Städte. Etwas zurück liegt Stade in den Bereichen Büro- und Schreibwaren (2,6, Ø 2,5), Lebensmittel (2,5, Ø 2,4) und Sport/Spiel/Hobby (3,0, Ø 2,9).

Am liebsten mit dem Auto

Weiterhin ist der Pkw das beliebteste Fortbewegungsmittel der Stade-Besucher (54 Prozent), öffentliche Verkehrsmittel liegen mit 16 Prozent weit dahinter, gefolgt von knapp 13 Prozent, die das Fahrrad nutzen. 17 Prozent der Befragten gehen zu Fuß.
Rund 32 Prozent der Befragten fahren wöchentlich, weitere 32 Prozent seltener als quartalsweise für mehr als zwei Stunden in die Stadt, um ihre Einkäufe in drei bis fünf Geschäften zu erledigen. Die hohe Anzahl der seltenen Besuche ist damit zu erklären, dass bei der Befragung jeder zweite nicht aus Stade kam.

Die Auswirkungen der Pandemie

Auch Corona findet ihren Platz in der Untersuchung. Jeder dritte Befragte gab an, dass er nun häufiger online einkauft. Davon können lokale Händler allerdings wenig profitieren, denn 82 Prozent gaben an, nicht verstärkt auf die Angebote des lokalen Gewerbes zurückzugreifen. Seit Beginn der Pandemie geben 55 Prozent generell weniger Geld für Waren, Gastronomie und Dienstleistungen aus. Die Innenstadt wird seit Corona von 27 Prozent seltener besucht. 43 Prozent gaben an, die lokalen Händler seit Ausbruch der Pandemie mehr zu unterstützen.

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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