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Landkreis Stade übernimmt die Federführung
Chemieindustrie in Not: Konzept soll Industriestandort Stade sichern

Die chemische Industrie hat  wegen der hohen Energiekosten große Probleme | Foto: Adobe Stock/JT Jeeraphun
  • Die chemische Industrie hat wegen der hohen Energiekosten große Probleme
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Die Anregung dazu kam vom niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). "Es braucht ein Standortentwicklungskonzept, um den Chemiestandort Stade zu halten, ihn weiterzuentwickeln und zukunftsfähig aufzustellen", erklärte der Minister. Dabei geht es nicht nur um die Zukunftsperspektiven für die kommenden Jahrzehnte, sondern vor allem darum, wie den Firmen zeitnah geholfen werden kann, damit sie wegen der hohen Energiekosten in Deutschland ihre Produktion nicht ins Ausland auslagern.

Stade muss als Industrie- und Chemiestandort gesichert werden

Gerade die Chemieunternehmen am Industrie­standort Stade sind besonders energieintensiv und daher auf eine günstige und verlässliche Energieversorgung angewiesen. Als wichtigen Schritt zur Standortsicherung soll es einen sogenannten Industriestrompreis geben, um energieintensive Betriebe im Land zu halten. Der Preis soll bei 7 Cent je Kilowattstunde liegen und für zehn Jahre gelten.

Das Standortentwicklungskonzept soll aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, den Stader Chemie- und Industriestandort zukunftssicher zu machen - auch in Hinblick auf klimaneutrale Produktionsweisen. Mittlerweile steht fest, dass die Wirtschaftsförderung des Landkreises das Projektmanagement bei der Erstellung des Papiers übernimmt.

Über einen Zeitraum von drei Jahren sollen 300.000 Euro für die Ausarbeitung des Konzeptes bereitgestellt werden. Dabei übernimmt das Land 90 Prozent der Kosten, die restlichen zehn Prozent gibt der Landkreis dazu. Ein Lenkungskreis soll die Planungen begleiten, Landrat Kai Seefried wird den Vorsitz übernehmen. Dieser Runde werden u.a. die IHK und die Hansestadt Stade angehören. Das Wirtschaftsministerium hat bereits angekündigt, sich als beratendes Mitglied mit an den Tisch setzen zu wollen.

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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