Protest vor dem Arbeitsgericht Stade

Über dem Stader "Burger King"-Imperium ziehen nach Ansicht der NGG immer dunklere Wolken auf
  • Über dem Stader "Burger King"-Imperium ziehen nach Ansicht der NGG immer dunklere Wolken auf
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Blaulicht
Das Amts- und Landgericht in Stade

Corona-Hilfe abgezockt
Stader ergattert 50.000 Euro durch Soforthilfe-Programme

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Traurige Nachrichten aus dem Landkreis Harburg
Corona: Fünf Tote an einem Tag!

os. Winsen. Das sind traurige Nachrichten: Der Landkreis Harburg meldete am heutigen Donnerstag, 26. November, gleich fünf weitere Menschen, die am oder mit dem Coronavirus gestorben sind! Damit steigt die Gesamtzahl der Toten seit Ausbruch der Pandemie von 33 auf 38. Nach Angaben von Kreissprecher Andres Wulfes wohnten zwei der jetzt Verstorbenen im Alten- und Pflegeheim Heidehaus in Jesteburg. Zudem wurden zwei Personen nachgemeldet, die im Landkreis Harburg wohnten, aber in Krankenhäusern in...

Blaulicht
Das Jugendzentrum Tostedt war zwischen Dezember 2015 und September 2016 Schauplatz der mutmaßlichen Übergriffe

Sexuelle Belästigung und Vergewaltigung
Abgründe im Tostedter Jugendzentrum

bim. Tostedt. Der Tatvorwurf liest sich laut Aktenlage recht "nüchtern": sexuelle Nötigung und Vergewaltigung zwischen Dezember 2015 und September 2016. Doch die jetzige Verhandlung am Amtsgericht Tostedt offenbarte Abgründe im Tostedter Jugendzentrum (JUZ) - egal, was sich damals wirklich zugetragen hat. Ein ehemaliger JUZ-Leiter (40) soll eine pädagogische Kraft (46) bei zwei Gelegenheiten gewaltsam an die Wand gedrückt, sie an Brust und Scheide angefasst und vor ihr onaniert haben und ein...

jd. Stade. Gewerkschaft macht auf Missstände bei Stader "Burger King"-Holding aufmerksam.

Lesen Sie aktuell zu diesem Thema: Burger King: Betriebsrat darf bleiben

Der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) stoßen die Arbeitsbedingungen bei der Fastfood-Kette "Burger King" sauer auf: Speziell im Visier haben die Arbeitnehmervertreter die 91 Filialen, die deutschlandweit von dem Stader Unternehmen "Yi-Ko Holding" betrieben werden. Diese Standorte wurden im Mai 2013 von der "Burger King GmbH" verkauft, um Verluste auszugleichen. Doch die neuen Burger-Bosse regieren ihr Imbiss-Imperium offenbar mit harter Hand: Seit der Übernahme häufen sich die Presseberichte über Schikanen gegen die Mitarbeiter. Vor allem Betriebsräten und Gewerkschaftsmitgliedern wird mit Rauswurf gedroht. Jetzt ruft die NGG zu einer Protestkundgebung in Stade auf. Die Demo soll am Dienstag, 21. Januar, um 12 Uhr vor dem Arbeitsgericht stattfinden. Es gibt einen konkreten Anlass: Vor Gericht beginnt ein Verfahren um die Kündigung eines Betriebsratsvorsitzenden.

Mit diesem Überraschungscoup landete der Stader Unternehmer Ergün Yildiz im Mai 2013 bundesweit in den Schlagzeilen: Der Betreiber eines "Burger King" - Restaurants in der Hansestadt übernahm mit einem Schlag 91 deutsche Filialen des amerikanischen Fast-Food-Riesen, in denen mehr als 3.100 Mitarbeiter beschäftigt sind. Pro Standort sollen laut der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) 250.000 Euro geflossen sein.

Geldgeber ist nach Berichten Moskauer Zeitungen der russische Geschäftsmann Alexander Kolobov. Er gründete gemeinsam mit Yildiz die in Stade ansässige "Yi-Ko Holding". Deren Name taucht nun immer wieder in den Medien auf - allerdings ausschließlich in negativer Hinsicht. Yildiz, der das operative Geschäft leitet, hat seit der Übernahme offenbar konsequent Arbeitnehmerrechte beschnitten und Tarifvereinbarungen unterlaufen.

Unter anderem berichtete der WDR über mehrere Fälle, in denen Löhne nicht bzw. viel zu spät gezahlt oder unrechtmäßige Kündigungen ausgesprochen worden sein sollen. Außerdem wirft die NGG der "Yi-Ko Holding" vor, die Mitarbeiter unter Tariflohn zu beschäftigen sowie Urlaubsgelder und Überstunden-Zuschläge nicht auszuzahlen. Viele Arbeitnehmer wehren sich nun: Laut Gewerkschaft sind mehr als 100 Verfahren vor den Arbeitsgerichten anhängig.

Dabei sind Prozesse wie in Stade, bei denen es um die Entlassung von kritischen Betriebsräten geht, kein Einzelfall: Eigens für diese Verfahren hat Yildiz laut WAZ den Rechtsanwalt Helmut Naujoks engagiert. Der Verfasser des Buches "Kündigung von Unkündbaren" wurde vom "Spiegel" als "Vollstrecker der Bosse" und "Betriebsrätefresser" bezeichnet. Sein Spezialgebiet sei das rechtssichere Kündigen von eigentlich unkündbaren Mitarbeitern wie Betriebsräten, Schwangeren und Behinderten, so das Magazin.

• Die NGG macht nun mit der Aktion "Fair und mit Respekt!" auf die ihrer Ansicht nach unhaltbaren Missstände bei der "Yi-Ko Holding" aufmerksam. Vor deren "Burger King"- Filialen werden Unterschiften für faire Arbeitsbedingungen gesammelt.

• Ergün Yildiz hat bislang jegliche Stellungnahme gegenüber der Presse verweigert.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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