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Botanische Bomben beeindruckten in Engelschoff

"Ist der dick, Mann!": Champion Björn Boroske und sein Sohn Elias umarmen den Siegerkürbis (Foto: Merle Boroske)

In dieser Saison kam's ganz dicke: Sieger-Kürbis wog 344 Kilo / Fest wird immer größer


tp. Engelschoff. Nicht nur die hochgezüchteten Gartenfrüchte wachsen den Teilnehmern des jährlichen Wettbewerbs um den größten Kürbis in Engellschoff beinahe über den Kopf. In dem kleinen Dorf bei Himmelpforten ist die Kürbis-Manie ausgebrochen. Wenn die sympathisch-gigantomanischen Hobbygärtner so weiter machen, entwickelt sich ihr privater Nachbarschafts-Wettstreit wohl bald zum überregionalen Event. Anlässlich des Wiegetags zum Abschluss der Gartensaison wurde erstmals ein Kürbisfest gefeiert, an dem mehr als 50 Gäste teilnahmen, um die "gelben Giganten" zu bestaunen.

Sieger 2018 war Björn Boroske (42). Der  Fliesenleger mit dem grünen Daumen beeindruckte das Publikum mit einem 344 Kilo schweren Kürbis der Sorte "Atlantic Giant". Der Rekord-Kürbis musste mit einem Trecker mit Ausleger an die Waage gehängt werden.

Favorit Björn Boroske hatte in diesem Jahr eine starke Konkurrenz. Hannes von Ahn erreichte mit einem 242 Kilo schweren Exemplar den zweiten Platz, gefolgt von Heinz Elfers auf Rang drei, dessen Kürbis 241 Kilo auf die Waage brachte, dem Viertplatzierten Niklas Hansen mit einem 226 Kilo schweren Kürbis und auf dem fünften Platz Benjamin Boroske, Bruder des Siegers, dessen botanischer Gigant immerhin 202 Kilo wog.

Die Rekord-Marke aus dem Jahr 2016 von 358 Kilo, die der damalige Sieger Benjamin Boroske im legendären "Brüder-Duell" setzte, war indes nicht zu knacken.

Mega-Kürbisse zu ziehen, erfordert offenbar Erfahrung und Know-how, denn Anfänger haben es schwer unter den alten Hasen. Neuling Ulf Bodamer, dessen Kürbis mit 2,6 Kilo ein Winzling war, landete abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Die Super-Ernte feierten die Wettbewerbsteilnehmer im Rahmen eines Festes mit Kürbisbrot und Kürbis-Salat. Für die Gäste, deren Zahl jährlich steigt und die inzwischen aus der ganzen Region anreisen, um die botanischen Bomben zu bestaunen, planen die Veranstalter für das kommende Jahr einige tolle Attraktionen: Unter anderem soll aus den Kürbissen des Jahrgangs 2018 ein Kürbisbier gebraut werden: "Wir freuen wir uns schon drauf!", sagen Björn Boroske und seine Ehefrau Merle.