Winsener Reisegruppe in Afrika
Aus dem Reisewunsch ist Wirklichkeit geworden
- hochgeladen von Anika Werner
Im Januar hatte das WOCHENBLATT die Pläne der Evangelischen Jugend vorgestellt und um Unterstützung gebeten. Jetzt ist es so weit: Seit Sonntag, 12. Juli, ist Pastor Markus Kalmbach mit neun jungen Erwachsenen aus dem Kirchenkreis Winsen in Südafrika und Eswatini unterwegs.
Zwei Wochen lang lernt die Gruppe die Arbeit der Hilfsorganisation „Hands at Work in Africa“ kennen. Nach zwei Tagen zur Orientierung und Akklimatisierung an der Zentrale geht es weiter nach Eswatini, dem früheren Swasiland. Im äußersten Nordosten des Königreichs arbeitet die Reisegruppe am Carepoint Msengeni mit, an dem 75 Kinder betreut werden.
Gemeinsam mit ehrenamtlichen Careworkern machen die jungen Erwachsenen Hausbesuche, verbringen Zeit mit den Kindern und erleben, wie die Unterstützung vor Ort organisiert wird. Lokale Mitarbeitende von „Hands at Work“ begleiten die Gruppe und ermöglichen ihr einen intensiven Einblick in den Alltag der Menschen.
Der Kontakt zu der Organisation entstand durch Markus Kalmbach. Seit 2017 unterstützt der Kirchenkreis Winsen „Hands at Work“ im Rahmen seines Patenprojekts Afrika. Die Organisation betreut rund 8.000 Kinder an mehr als 80 Carepoints. Dort erhalten sie unter anderem warme Mahlzeiten, sauberes Wasser, Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung sowie soziale Begleitung.
Die Reise ist jedoch mehr als ein Hilfseinsatz. Bereits in acht Vorbereitungstreffen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Armut und Reichtum, dem Nord-Süd-Gefälle, HIV und Aids sowie den Folgen des Klimawandels. Vor Ort kommen weitere Themen hinzu: Arbeitslosigkeit, fehlende Zukunftsperspektiven, das Gesundheits- und Schulsystem sowie die kritische Auseinandersetzung mit sogenanntem „White Saviourism“. Ziel ist es, globale Zusammenhänge besser zu verstehen und die eigene Rolle zu reflektieren.
Damit die Reise für die jungen Erwachsenen bezahlbar bleibt, hatte das WOCHENBLATT im Januar auf das Vorhaben und die Spendenaktion der Gruppe aufmerksam gemacht. Der Aufruf war erfolgreich: Dank großzügiger Zuschüsse und weiterer Unterstützung konnten die Reisekosten auf einen Eigenanteil von 600 Euro pro Person begrenzt werden. Damit ist aus dem damaligen Plan nun Wirklichkeit geworden.
Zum ersten WOCHENBLATT-Bericht:
Auf Instagram berichtet die Gruppe unter @the.youth.goes.south täglich über ihre Erlebnisse. Am 19. August wird es im Gemeindehaus von St. Marien in Winsen außerdem einen Reisebericht geben. Eine Ankündigung folgt.
Redakteur:Anika Werner aus Winsen |
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