Der Abriss steht bevor

So wird das geplante Gebäude aussehen und gegenüber der Bestandsbebauung dominieren, befürchten die Anwohner Fotos: thl / Zeichnung: Boltz
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Beweissicherung für Vorschäden an Gebäuden rund um den "Betonklotz" hat begon

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thl. Winsen. Der Abriss des alten Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Deichstraße/Luhestraße steht offenbar kurz bevor - trotz eines noch laufenden Klageverfahrens eines Anwohners gegen den Neubau, der den Namen Altstadttor tragen soll (das WOCHENBLATT berichtete). Der Investor - die Firma Artrium Architekten - hat einen unabhängigen Gutachter mit der Aufnahme des Ist-Zustandes der angrenzenden Wohnhäuser auf Klein Korsika - so heißt die Luheinsel im Volksmund - beauftragt, der eventuelle Vorschäden an den Häusern dokumentieren soll. Denn: Sollten durch unsere Bauarbeiten Schäden an anderen Gebäuden entstehen, kommen wir selbstverständlich dafür auf“, so Architekt Ulrich Salvers.
Unterdessen machen die Anwohner der Luhestraße weiter mobil gegen den als als „Betonklotz“ verschrieenen Neubau. Ihr Argument: das Bauvorhaben verstoße in seiner Größe gegen die Festsetzungen des gültigen Bebauungsplanes. Denn die Bewohner halten das Gebäude für mehrgeschossig - im Gegensatz zur Verwaltung, die die Baugenehmigung erteilt hat. Für sie ist das Erdgeschoss kein Vollgeschoss und dürfe daher nicht mitgezählt werden, so das Argument der Stadt. "In der Niedersächsischen Bauordnung ist aber klar geregelt, wann ein Geschoss als Vollgeschoss zu sehen ist. Und diese Voraussetzungen liegen hier ganz klar vor", meint Anwohnerin Hella Boltz. Sie bemängelt, dass sie trotzdem bei Verwaltung und der politischen Mehrheit auf taube Ohren stoße. "Außer den Grünen interessiert sich offenbar niemand für unsere Sorgen", sagt sie. In der Tat wurden Boltz' Fragen in den Einwohnerfragestunden der Fachausschüsse zwar angehört, überwiegend aber nicht beantwortet.
Unbeeindruckt davon zeigt sich das Büro Artrium Architekten, die in Kürze mit dem Abriss des alten Gebäudes beginnen. "Wir haben eine rechtsgültige Baugenehmigung", sagt Architekt Ulrich Salvers. Und an diese werde man sich strikt halten, genauso wie an den Bebauungsplan.
Der Abriss sei notwendig, weil „die Substanz des Gebäudes marode ist - eine Sanierung wäre nicht nur unwirtschaftlich, sondern sogar unmöglich, weil man dort nie die heutigen Standards erreichen könnte“, erklärt Architektin Patricia Stratmann. „Wir haben bei der Planung aber darauf geachtet, dass die Giebel sich in das Altstadt einpassen und haben z.B. auch sogenannte Eulenfenster eingebaut.“

So wird das geplante Gebäude aussehen und gegenüber der Bestandsbebauung dominieren, befürchten die Anwohner Fotos: thl / Zeichnung: Boltz
Ärgern sich über die Baupläne auf dem Areal des leerstehenden Gebäudes (v. li.): Heinz-Dieter Müller, Hella und Bruno Boltz, Sabine Rudolph, Ingrid Müller und Georg Gräven
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Thomas Lipinski aus Winsen

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