Eckermannpark vom Tisch - Gutachter erteilt ehemaligem Landesgartenschaugelände als Hotel-Standort eine Absage

Für einen Hotelstandort ist der Eckermannpark zu abgelegen und isoliert
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thl. Winsen. Im Eckermannpark wird es wohl kein Hotel geben. Zu dieser Einschätzung kommt jedenfalls Jan Kobernuß, Geschäftsführer der "ift Freizeit- und Tourismusberatung". Das Kölner Unternehmen war von der Stadt beauftragt worden, mögliche Standorte für ein Hotel im Bereich der Luhestadt zu prüfen (das WOCHENBLATT berichtete).
"Ohne zusätzliche touristische Angebote, die maßgeblich zur Attraktivitätssteigerung des Standortes beitragen, wird sich ein Hotel im Eckermannpark nicht rentieren", so das Fazit von Kobernuß. Der Park sei isoliert und schwierig zu erschließen. Die fehlende Anbindung an die städtischen Erlebnisbereiche und die am Gelände vorbeiführende Bahnstrecke sowie die K86 würden gegen den Standort sprechen.
Ebenfalls als mögliche Hotel-Standorte fallen die Bleiche ("fehlende Sichtbarkeit") und die Elbe ("mangelnde Verfügbarkeit an Grundstücken") durch.
Jan Kobernuß favorisiert in seinem Gutachten zunächst die Erweiterung bestehender Hotelbetriebe. Für Neubauten empfiehlt er das Bahnhofsumfeld, den Luhe Park und den Golfplatz in Luhdorf.
Durch das erfolgreiche Turnier "Porsche European Open" steige die Mitglieder- und Besucherzahl auf dem Golfplatz. Dort könnte ein Vier-Sterne-Hotel errichtet werden, das eine entsprechende Zielgruppe anspreche, die auch den Handel und die Gastronomie in der Stadt stärken könne, heißt es. Gut etablieren könne sich laut "ift" auch ein Hotel im Luhe Park, auf dem sogenannten Disco-Grundstück. Kobernuß geht davon aus, dass sich ein Tanztempel dort sowieso nicht realisieren lasse. Zudem bezweifelt er, dass der Bedarf bei der entsprechenden Zielgruppe vorhanden sei. Aufgrund fehlender Fläche in der Innenstadt und in der Bahnhofsstraße, schlägt Kobernuß die Ertüchtigung der Stadthalle vor. Die Kombination aus Feiern, Veranstaltungen und Übernachtung sei ein "echtes Pfund" und würde Gäste anziehen. "Hinzu kommt die gute Sichtbarkeit und die zentrale Lage der Halle sowie das Umfeld mit viele touristischen Angeboten", so Kobernuß. Auch sei die Anbindung an die Bahn optimal und die Anbindung mit dem Pkw gut.
Auch im Gewerbegebiet Luhdorf kann sich die "ift" ein Hotel vorstellen. Zumal in jüngster Zeit mehrfach Investoren deswegen bei der Stadt angefragt hätten. Doch diesen Plänen erteilt die Verwaltung eine Absage. Sie befürchtet Nutzungskonflikte und Klagen, wenn sich Gäste durch die umliegenden Gewerbebetriebe in ihrer Nachtruhe gestört fühlen. Zudem wolle man die Flächen, nach denen die Nachfrage immer noch sehr hoch sei, für Betriebe vorhalten, die sich nicht wie Hoteliers an anderer Stelle im Stadtgebiet ansiedeln können.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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