"Nicht zu Ende gedacht"

Setzen sich für den Erhalt der Horte ein (v. li.): Jana Gozemba, Christine Glawe und Gylem Cosgun
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Blaulicht
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Nächtlicher Großeinsatz in Agathenburg
Feuer in Motorradwerkstatt: 400.000 Euro Schaden

tk. Agathenburg. Ein Feuer in einer Motorradwerkstatt im Gewerbegebiet in Agathenburg hat in der Nacht zu Freitag einen Schaden von rund 400.000 Euro verursacht.  Der Brand wurde gegen 4.45 Uhr von einem Wachdienst entdeckt. Das Sicherheitsunternehmen hatte zuvor eine Alarmmeldung bekommen und vor Ort kontrolliert. Der Mitarbeiter bemerkte den Brand ind er werkstatt und alarmierte Feuerwehr und Polizei. Die Ortswehren Agathenburg und Dollern fuhren zum Brandort entsandt. Es schlugen bereits...

Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Blaulicht
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Horneburg: 68-Jähriger stirbt an Unfallstelle
Toter nach schwerem Verkehrsunfall

sv/nw. Horneburg. Ein 68-jähriger Fahrer ist am frühen Donnerstagnachmittag bei einem schweren Verkehrsunfall in Horneburg ums Leben gekommen. Gegen 13.30 Uhr war der VW-Tiguan-Fahrer aus Friedrichskoog auf der Landesstraße 124 zwischen Issendorf und Horneburg unterwegs, als er in einer leichten Rechtskurve aus bisher ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abkam und dort frontal gegen einen Straßenbaum prallte. Durch die Wucht des Aufpralls stürzte der Pkw auf die Beifahrerseite, der...

Panorama
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Corona-Zahlen am 27. Januar im Landkreis Harburg
1.290,2: Sieben-Tage-Inzidenz wieder leicht gestiegen

(lm). Der Landkreis Harburg hat am gestrigen Donnerstag, 27. Januar, 589 neue Corona-Fälle registriert. 3.303 Fälle waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis ist leicht angestiegen und lag bei 1.290,2 (1.263,6 am Vortag). Ebenfalls angestiegen sind die Werte der landesweiten Hospitalisierungsinzidenz (7,3 auf 7,4) und der Intensivbettenbelegung (5,2 Prozent auf 5,4 Prozent). Seit Ausbruch der Corona-Pandemie sind im Landkreis Harburg insgesamt 20.969...

Service
Rund 85 bis 90 Prozent der Fragen zu Corona werden direkt bei der Hotline beantwortet
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Corona-Update vom 28. Januar
Große Nachfrage: Corona-Hotline des Landkreises Stade ist ab 31. Januar auch nachmittags besetzt

jd. Stade. Das WOCHENBLATT hatte es im Corona-Update vom gestrigen Donnerstag bereits angekündigt (siehe unten): Der Landkreis Stade wird seine Corona-Hotline (Tel. 04141 – 123456) ab dem kommenden Montag, 31. Januar, auch nachmittags freischalten. Die Hotline wird ab dann nicht nur montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr besetzt sein, sondern zusätzlich auch montags bis donnerstags von 14 bis 16 Uhr. „Mit den steigenden Fallzahlen wird das Informationsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger noch...

Service
Zahlreiche mobile Impfteams sind im Landkreis Harburg unterwegs

Wo wird momentan geimpft?
Aktuelle Impfangebote im Landkreis Harburg

(lm). Wo wird im Landkreis Harburg aktuell geimpft? In zahlreichen Einrichtungen nehmen mobile Impfteams des DRK und der Johanniter derzeit den Kampf gegen das Coronavirus auf.  Diese Veranstaltungen wurden im Landkreis Harburg wegen Corona abgesagt Freitag, 28. Januar:  Buchholz, Buchholzer Höfe, 10 bis 17 UhrNeu Wulmstorf, Impfstützpunkt Am Marktplatz 24, 11 bis 18 UhrWinsen, Impfstützpunkt, 10 bis 17 UhrStelle, DRK Ortsverein, 15 bis 18 Uhr Samstag, 29. Januar: Buchholz, Buchholzer Höfe, 9...

Eltern gehen gegen die Hort-Schließungspläne der Stadt auf die Barrikaden

thl. Winsen. Die Stadt Winsen will das Hortangebot auslaufen lassen, weil es seit der Einführung der Ganztags-Grundschule angeblich nicht mehr rentabel ist (das WOCHENBLATT berichtete). Der zuständige Fachausschuss soll in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag, 22. Februar, nun festlegen, dass im Hort an der Roten-Kreuz-Straße ab sofort keine Neuanmeldungen mehr angenommen werden. Die anderen Horte in der Kernstadt und in den Ortsteilen sollen für das Kita-Jahr 2018/19 letztmalig Anmeldungen entgegennehmen können, sodass das Angebot zum bis zum Ende des Kita-Jahres 2019/20 läuft und die Horte spätestens dann aufgelöst werden.
Doch jetzt gehen die Eltern auf die Barrikaden. "Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wir bezweifeln, dass die Stadt ihre Hausaufgaben gemacht und alle Argumente für und gegen Horte abgewogen hat", sagen Christina Glawe, Jana Gozemba und Gylem Cosgun. Die drei betroffenen Mütter haben in den Schulen und Kindertagesstätten eine Unterschriftenaktion zum Erhalt der Horte gestartet. Die Listen sollen am kommenden Dienstag, 20. Februar, an Verwaltungsvize Christian Riech übergeben werden.
Größte Kritikpunkte der Eltern sind die Qualität der Betreuung und die Betreuungszeiten. "Ich hatte mein Kind in der Ganztagsschule. Dort wurde es aber nur 'verwahrt'", sagt Gylem Cosgun. Eine Aussage, die Jana Gozemba bestätigen kann. Christina Glawe weist auf die Betreuungszeiten hin: "Mein Mann und ich sind beide in Vollzeit berufstätig und benötigen im Schnitt eine Betreuung bis 17 Uhr." Die Ganztagsschule ende montags bis donnerstags aber um 15.30 Uhr und freitags bereits um 13 Uhr. Zwar gebe es die Möglichkeit, die Kinder anschließend in eine weitere Betreuung eines freien Trägers zu geben, doch das sei nicht "das Gelbe vom Ei". Glawe: "Erstmal ist dort am Freitag auch um 15.30 Uhr Feierabend, womit die Kinder danach auf sich allein gestellt wären. Und dann müssen die Kinder zwischen den Einrichtungen pendeln und sich laufend an neue Aufpasser gewöhnen."
Ein weiterer Knackpunkt sei die Ferienbetreuung. "Viele Eltern haben keine ausreichenden Urlaubstage, um eine Betreuung über den gesamten Ferienzeitraum sicherzustellen", sagt Glawe. Im Hort gebe es eine liebevolle Ferienbetreuung. Zudem würden die Einrichtungen ihre Schließzeiten an die der Kindertagesstätten anlehnen und somit in den Sommerferien drei Wochen und zu Weihnachten eine Woche schließen. "Diese Zeiten kann man planen und dann selbst Urlaub nehmen", fso die drei Frauen.
Sie widersprechen auch der Aussage der Stadt, dass die Nachfrage nach Hortplätzen gesunken sein soll. "Dann müssten ja Plätze frei sein. Wir haben für unsere Kinder aber nur unter äußerst schwierigen Umständen und nach langem Warten einen Platz bekommen", so die Frauen. Zudem wüssten sie auch von anderen Eltern, dass diese lieber auf den Hort als auf den Ganztag setzen würden. Für 2018 gebe es 135 Neuanmeldungen gegenüber 79 frei werdenden Plätzen, sagen sie.
"Was sollen Eltern machen, die auf die Betreuung angewiesen sind?", fragt Christina Glawe. "Soll ein Elternteil nur noch Teilzeit arbeiten und damit finanzielle Einbußen hinnehmen? Oder sollen wir weg aus Winsen in die Nähe zu den Großeltern ziehen, damit eine Betreuung der Kinder sichergestellt ist?" Für Jana Gozemba, Gylem Cosgun und Christine Glawe ist klar: "Werden die Horte abgeschafft, verliert die Stadt ein Stück Attraktivität für Familien, die in und um Hamburg einen Job gefunden und sich für ein Leben in der Kleinstadt entschieden haben. Zumindest so lange, bis die Betreuung in der Ganztagsschule sich qualitativ der im Hort angepasst hat."

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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