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"Blühende Landschaften" statt Schmierereien
Spektakuläres Graffiti-Schulprojekt wurde in Winsen umgesetzt

Die Schüler und Schülerinnen mit Unterstützern waren bei der Eröffnung zufrieden mit ihren Arbeiten.  | Foto: ks
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  • Die Schüler und Schülerinnen mit Unterstützern waren bei der Eröffnung zufrieden mit ihren Arbeiten.
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"Ich muss sagen: Ganz toll!“: Ein großes Lob von einem vorbeigehenden Passanten gab es jetzt für die Schüler, die den Fußgänger- und Fahrradtunnel am Winsener Bahnhof neu gestaltet hatten, schon ein paar Minuten vor der offiziellen Neueröffnung der Unterführung. Zwei Tage lang hatten 30 Sechstklässler bis Abiturienten von der IGS Winsen-Roydorf, dem Luhe-Gymnasium, dem Gymnasium Winsen und der Johann-Peter-Eckermann-Realschule gemeinsam den Tunnel auf der Stadtseite verschönert. 

„Das Ergebnis sieht man hier auf 100 Quadratmeter. Es ist echt ein Highlight“, war auch Andreas Neises, Leiter der Eckermann-Realschule, begeistert. Vom dortigen Schulverein ging die Idee aus. Schnell war aber klar, dass möglichst alle Winsener Schulen eingebunden werden sollten. Man fand unter den Schülern viele begeisterte Graffiti-Kreative und in Zusammenarbeit mit den Hamburger Graffiti-Künstlern von "Dosenfutter" und der Winsener Stadtjugendpflege mit „Blühende Landschaften“ ein gemeinsames Thema. Es wurden die unterschiedlichsten Motive erarbeitet, die schließlich alle auf "fliegenden Inseln" aufsetzten. Von den sieben Schülergruppen wurden je zwei Entwürfe den Winsenern zur Abstimmung gestellt. „Über 1.200 Stimmen sind eingegangen“, so Andreas Neises. Geprobt wurde die Umsetzung der Werke im Jugendzentrum "Egon's", bevor es an die Tunnelwand ging.

Bürgermeister André Wiese, der das Projekt neben einigen Sponsoren unterstützte, stellte den Kontakt zum Luhdorfer Malermeister Stephan Heuser her. Dieser brachte die Grundierung zum Selbstkostenpreis auf. Der Lions Club Winsen übernahm die Materialkosten. Zwei "Dosenfutter“-Mitarbeiter bereiteten dann die „Inseln“, auf denen die eigentlichen Motive aufsetzten, vor. Schließlich schufen dann die Schüler ihre bunten Kunstwerke auf den bis dahin unansehnlichen Tunnelwänden.

„Es hat Spaß gemacht“, erklärten die Mitglieder der Schülergruppe „ZLS“. „Aber ohne Nico von 'Dosenfutter', der uns kräftig unterstützt hat, hätten wir es nicht geschafft.“

Bei der Eröffnung des "neuen" Bahnhofstunnels war auch Stadtoberhaupt André Wiese begeistert. „Es macht etwas mit den Menschen“, sagte er. "Während man in dem zuvor eher düsteren Tunnel mit einem schlechten Gefühl dem dem Fahrrad gefahren war, möchte man jetzt vom Rad absteigen und sich die tollen Kunstwerke anschauen." Mit Blick auf das gelungene Gesamtprojekt stand für Wiese fest: „So funktioniert Jugendbeteiligung!“

Die Schüler waren auch begeistert: „Wir haben sehr viel Spaß gehabt, viele neue Leute kennengelernt und viel Neues dazugelernt“, so der Tenor. Die Begeisterung ging so weit, dass Ole am Tag seiner mündlichen Abiturprüfung am Luhe-Gymnasium kurz zuvor noch beim Graffiti-Event mit anpackte. Auch für Nico von „Dosenfutter“ war der Workshop mit der Entwicklung des Projektes etwas Besonderes: „Es ist schon etwas anderes, als ein Garagentor zu bemalen.“ Sehr beeindruckt zeigte er sich vom Engagement der Schüler: „Man merkt, dass sie freiwillig hier sind und Interesse an dem Projekt haben.“

Die Schüler und Schülerinnen mit Unterstützern waren bei der Eröffnung zufrieden mit ihren Arbeiten.  | Foto: ks
Smilla, Zilan und Yelyzaveta - Spitzname "Liza" - von der Gruppe "ZLS" tauften ihren Graffiti-Bären spontan "Andy" | Foto: ks
Warten auf die Eröffnung: die am Projekt beteiligten Schüler und Schülerinnen der Winsener Schulen  | Foto: ks
Ole war auch kurz vor seiner Abi-Prüfung nicht von dem Projekt abzuhalten | Foto: ks
Redakteur:

Karsten Schaar aus Winsen

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