Spiel mit falschen Zahlen?

Auf dieser Fläche soll das Zentrallager gebaut werden
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Aldi nimmt Stellung zu Vorwürfen der Bürgerinitiave / Viel weniger Lkw-Verkehr als behauptet

thl. Stelle. "Aldi bringt Lkw-Massen mit 700 Fahrzeugbewegungen pro Tag nach Stelle, verbraucht viel Fläche, schafft aber keine Arbeitsplätze und zahlt keine Gewerbesteuer." Das schreibt Dietrich Voigt im Namen der Bürgerintitiative Oldendörpsfeld und fordert, die geplante Ansiedlung des Zentrallagers sofort zu stoppen.
Jetzt meldet sich erstmalig Aldi selbst zu Wort und nimmt zu den Vorwürfen Stellung. "Wir liefern zu dem geplanten Bauprojekt in Stelle verlässliche Fakten", erläutert Dino Lo Giudice, Geschäftsführer der Aldi Regionalgesellschaft Seevetal.
Die Aldi Seevetal ist eine von insgesamt 32 Aldi Nord Regionalgesellschaften. "Von hier werden täglich 80 Filialen mit dem 21 Fahrzeuge umfassenden, eigenen Fuhrpark in der südlichen Metropolregion Hamburg versorgt. Mit 1.374 Mitarbeitern – davon 280 im Logistikzentrum – ist die Regionalgesellschaft ein wichtiger und krisensicherer Arbeitgeber in der Region", so Lo Giudice. Aktuell befinde sich die Unternehmensgruppe auf einem Modernisierungskurs. Neben der Modernisierung des gesamten Filialnetzes beinhaltet dies auch den Bereich der Logistik. Das seit 50 Jahren bestehende Logistikzentrum in Seevetal entspreche räumlich und technisch nicht mehr den heutigen Anforderungen an ein modernes Warenlager.
"Uns war es wichtig, im Landkreis Harburg zu bleiben, da die meisten unserer im Logistikzentrum tätigen Mitarbeiter in der direkten Umgebung wohnen und eng mit der Region verbunden sind", so der Geschäftsführer weiter. Alle Arbeitsplätze blieben im Zuge der geplanten Umsiedlung nach Stelle erhalten. Darüber hinaus seien langfristig weitere Einstellungen vorgesehen. Bei einer möglichen Nachnutzung des Altstandortes in Seevetal würden ebenfalls neue Arbeitsplätze im Landkreis Harburg geschaffen.
"Entgegen der Darstellung der Bürgerinitiative gehen die beauftragten Verkehrsgutachter der PGT Umwelt und Verkehr GmbH von einer deutlich geringeren Verkehrsauswirkung im Zuge der Ansiedlung des Logistikzentrums für die Gemeinde Stelle aus", versichert Dino Lo Giudice. "In der Summe ergeben sich dem Gutachten zufolge 268 Lkw-Fahrten am Tag." Dieses Gutachten sei Teil des Bebauungsplans und habe entsprechend auch öffentlich ausgelegen.
"Selbstverständlich entrichtet die Aldi Regionalgesellschaft die Gewerbesteuer zukünftig in vollem Umfang an die Gemeinde Stelle", sagt der Discounter-Chef. "Die zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen belaufen sich auf einen nennenswerten sechsstelligen Betrag." Damit sei Aldi zukünftig einer der größten Steuerzahler in der Gemeinde Stelle.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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