Über 4.000 Kilometer auf dem Fahrrad

Reiner Karrasch mit seinem Fahrrad. Am Lenker hat er u.a. einen Tacho, 
ein Navi und eine Kamera Fotos: thl
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  • Reiner Karrasch mit seinem Fahrrad. Am Lenker hat er u.a. einen Tacho,
    ein Navi und eine Kamera Fotos: thl
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Von Winsen nach Spanien und zurück / Reiner Karrasch aus Winsen erfüllt sich einen lang gehegten Traum / Start ist am kommenden Samstag

thl. Winsen. "Ich habe schon immer gerne Radtouren gemacht. Doch das, was ich jetzt vorhabe, ist ein langjähriger Traum von mir, für den ich mir jetzt die Zeit nehme." Man merkt Reiner Karrasch (63) die leichte Nervosität an, wenn er von seinem bevorstehenden Abenteuer spricht. Am kommenden Samstag, 28. April, will er in Winsen mit dem Fahrrad in Richtung Spanien starten. Drei Monate will Karrasch unterwegs sein.
"Vor mir liegt eine gut 4.000 Kilometer lange Strecke und viel Ungewissheit", sagt der Rentner, der über 40 Jahre in der Versicherungs- und Finanzwirtschaft gearbeitet hat. Laut Google macht das eine Fahrzeit von 212 Stunden aus. "Mein Ziel ist, jeden Tag zwischen 80 und 100 Kilometer zu schaffen", sagt Reiner Karrasch.
Das erste Ziel ist Aurich. "Dort will ich am 30. April ankommen, um mit einem Freund dessen 60. Geburtstag zu feiern." Danach geht es weiter über die Niederlande und Belgien nach Frankreich. "Dort fahre ich westlich an Paris vorbei und weiter über Bordeaux bis nach San Sebastian in Spanien", erklärt Karrasch seine Route. "Von dort aus fahre ich nach Carcassone und weiter am Mittelmeer entlang und durch das Rhonetal bis nach Lyon." Anschließend führt Karrasch sein Weg durch die Schweiz nach Freiburg und entlang des Rheins wieder in Richtung Winsen.
Seit mehreren Wochen bereitet sich Reiner Karrasch auf seine große Tour vor. "Ich musste mich genau informieren, denn ich fahre ja keine touristische Strecke", erzählt der Winsener. Dabei lernte er u.a., dass in den Niederlanden eine Helmpflicht für Radfahrer besteht und das es in Frankreich keine Fahrradwege gibt. Die größte logistische Herausforderung ist das Gepäck. "An Bekleidung kann ich kaum etwas mitnehmen, da mein Gepäck mit Zelt, Schlafsack, Werkzeug etc. gut 40 Kilogramm wiegt", rechnet er vor. Übernachten will Reiner Karrasch hauptsächlich im Zelt auf Campingplätzen. "Zum einen ist es dort sicherer als in der freien Natur. Zum anderen habe ich dort Möglichkeiten, meine Vorräte und die beiden Akkus für mein Fahrrad wieder aufzufüllen." Das Elektro-Fahrrad muss sein, meint Karrasch. Auf der Strecke gebe es lange Steigungen, die bei dem Gesamtgewicht des Rades kein Zuckerschlecken seien. Deswegen freue er sich auf die "elektrische Unterstützung".
Reiner Karrasch startet die Tour übrigens alleine, hat aber die volle Unterstützung seiner Familie. "Meine Frau Sonja und meine Kinder Nico und Linda finden es super", sagt er. Nico sei ebenfalls passionierter Radfahrer und werde seinen Vater unterwegs ein Stück begleiten.
Dass er die Strapazen der Tour gesundheitlich wegsteckt, da ist sich Reiner Karrasch sicher: "Ich bin früher Marathon gelaufen und gehe heute noch mehrmals pro Woche ins Fitness-Studio." Sorgen bereiten ihm da mehr mögliche Wetterkapriolen oder Pannen mit dem Fahrrad. Aber auch das sieht Karrasch locker: "Wenn es gar nicht mehr geht, breche ich ab, holen mir einen Leihwagen und fahre wieder nach Hause."
• Reiner Karrasch wird im WOCHENBLATT über seine Tour berichten. Zudem bietet er Interessierten die Möglichkeit, über WhatsApp informiert zu werden. Dazu reicht eine kurze Mail mit Angabe der Handynummer an info@fs-vers.de.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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