Verbundtag am 20. August
Sozialpsychiatrischer Krisendienst feiert 15-jähriges Bestehen
Psychische Krisen können für Betroffene existenzbedrohend werden. Verschärfen sich Krankheitssymptome, entstehen oft starke Belastungen, Perspektivlosigkeit oder sogar lebensmüde Impulse. Angehörige und Kontaktpersonen sind in solchen Situationen häufig ebenso überfordert, während professionelle Hilfe außerhalb der regulären Öffnungszeiten vielfach nicht erreichbar ist. Genau hier setzt der Sozialpsychiatrische Krisendienst im Landkreis Harburg an, der seit mittlerweile 15 Jahren Unterstützung bietet.
Jubiläum beim Verbundtag
Das 15-jährige Bestehen des Krisendienstes wird beim Verbundtag des Sozialpsychiatrischen Verbunds im Landkreis Harburg am Donnerstag, 20. August, gefeiert. Geplant sind Rückblicke aus Sicht der Verantwortlichen, der Mitarbeitenden sowie von Betroffenen und Angehörigen. Außerdem stehen die Bedeutung von Krisendiensten als fester Bestandteil der sozialpsychiatrischen Versorgung, ihre gesetzliche Verankerung und verschiedene Praxismodelle im Mittelpunkt. Als Gastreferent spricht der Gründer des Krisendienstes, Folke Sumfleth aus Uelzen.
Einladung an Interessierte
Der Verbundtag bringt erneut die Akteure der sozialpsychiatrischen Versorgung im Landkreis Harburg zusammen. Eingeladen sind haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende der im Sozialpsychiatrischen Verbund organisierten Einrichtungen, Betroffene, Angehörige sowie die interessierte Öffentlichkeit.
Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 20. August, um 14 Uhr im Marstall in Winsen, Schloßplatz 11. Ab 16 Uhr besteht Gelegenheit zum persönlichen Austausch bei Kaffee und Kuchen sowie später bei Bratwurst und Salaten. Das Ende ist für 18.30 Uhr vorgesehen.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung beim Sozialpsychiatrischen Dienst der Kreisverwaltung ist telefonisch unter Tel. 04171-693 517 oder per E-Mail an sozialpsychiatrischerdienst@lkharburg.de bis spätestens Donnerstag, 10. August, erforderlich.
Hilfe außerhalb der regulären Öffnungszeiten
Der Sozialpsychiatrische Krisendienst wurde 2011 von der Kreisverwaltung und dem damaligen Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes, Facharzt Folke Sumfleth, ins Leben gerufen. Hintergrund war, dass es damals bei sozialpsychiatrischen Krisen außerhalb der regulären Öffnungszeiten keine professionelle Unterstützung gab.
Neben einer telefonischen Beratung bietet der Krisendienst bei Bedarf auch Hausbesuche an, um Krisensituationen vor Ort zu klären und möglichst Einweisungen in eine psychiatrische Klinik zu vermeiden. Er arbeitet eng mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst zusammen und ist werktags von 16 bis 22 Uhr sowie an Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen von 14 bis 22 Uhr unter der Tel. 0170-480 6136 erreichbar. Die Mitarbeitenden verfügen über langjährige Berufserfahrung im sozialpsychiatrischen Verbund.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.