Unsichere Zukunft des betreuten Wohnens
Verwalter der Wohnungseigentümer im Winsener Schanzenhof nimmt Stellung
- Der Paritätische Wohlfahrtsverband betreibt im Winsener Schanzenhof betreutes Wohnen
- Foto: aw
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"Hat betreutes Wohnen eine Zukunft?" titelte das WOCHENBLATT, als es jetzt berichtete, dass sich der Kreisseniorenbeirat über angebliche Mängel im Winsener Schanzenhof beklagte. Kritisiert wurden unter anderem Leistungsreduzierungen bei Angeboten wie Mittagessen und Ambulanter Pflege sowie eine mangelhafte Kommunikation des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes als Betreiber gegenüber den Bewohnern. Jetzt nimmt Björn Nielsen, Geschäftsführer der m + m nielsen verwaltungen OHG und Verwalter der Wohnungseigentümergemeinschaft im Schanzenhof, Stellung zu dem aus seiner Sicht "in wesentlichen Zügen falschen Artikel".
Zunächst stellt Björn Nielsen klar, dass das Gebäude seinerzeit von der Firma Beecken und deren Chef Jochen Ehrhorn erbaut worden sei und nicht - wie vom Seniorenbeirat behauptet - gemeinsam mit dem Unternehmer Günter Effinger.
"Richtig ist, dass der Paritätische Wohlfahrtsverband die ursprünglichen Leistungen nicht mehr anbieten kann. Eine wesentliche Ursache hierfür ist allerdings, dass immer mehr Bewohner externe Anbieter beauftragt haben. Dem Paritätischen ist durch das Verhalten einiger Bewohner ein durchaus nennenswerter Anteil an Arbeit weggebrochen. Das Problem ist also zum Teil hausgemacht", erklärt Björn Nielsen. Anlässlich einer Versammlung habe eine Wohnungseigentümerin die Bewohner über die juristischen Hintergründe informiert. "Dadurch sind weitere Verträge mit dem Paritätischen aufgekündigt worden. Sollte dies geschehen, was nun eingetreten ist, hat der Paritätische angekündigt, sich vollständig zurückzuziehen", so Nielsen. "Die Gemeinschaft der Eigentümer ist derzeit nicht in der Lage, ein alternatives Unternehmen zu beauftragen. Das Problem kann also noch viel größer werden, als es ohnehin schon ist."
Die Eigentümergemeinschaft habe sich der rechtlichen Situation angenommen und versuche, eine tragbare Lösung für alle Betroffenen zu finden. Diese Lösung werde jedoch ausschließlich von den Eigentümern getroffen. "Der Seniorenbeirat und auch ein Bewohnerbeirat werden hier nicht involviert. Beide haben nicht über das Vermögen der Eigentümer zu entscheiden", stellt Björn Nielsen klar.
Entgegen der Behauptung des Kreisseniorenbeirates im WOCHENBLATT-Artikel stehe noch kein Termin für eine Eigentümerversammlung fest, eine abschließende Lösung sei noch nicht gefunden. Björn Nielsen: "Zudem wird eine Verkündung an die Bewohner ohnehin nur von dem jeweiligen Vermieter vorgenommen. Jeder Bewohner hat das Recht, seinen Vermieter zu kontaktieren. Allein aus juristischen Gründen sowie aus datenschutzrechtlichen Gründen darf und kann ich als Verwalter keine Informationen über die Planungen der Eigentümer an den Seniorenbeirat oder einen Bewohnerbeirat weitergeben."
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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