Gestartet wurde erst nach Aschermittwoch
Vier harte und fröhliche Tage beim Faslam in Luhdorf und Roydorf
- Die rund 50 Luhdorfer und Roydorfer Schnorrer trafen sich zur Stärkung am Luhdorfer Feuerwehrhaus.
- Foto: ks
- hochgeladen von Karsten Schaar
Der Kalender wollte es so: Die bunten Tage der Faslamsvereinigung Luhdorf/Roydorf starteten in diesem Jahr erst einen Tag nach Aschermittwoch. Das fröhliche Volk wurde von zwei Brüderpaaren angeführt. Muddi Nojus Nielsen und Vadder Ayen Nielsen als Faslamseltern bekamen Unterstützung von den Faslamsjecken Leon und Finn Busemann.
Das Ausgraben des Jeck auf der Luhe-Insel noch bei Minusgraden bildete den Startschuss für die "fünfte Jahreszeit" in den beiden Winsener Ortsteilen. 56 Knobler und beachtliche 24 Skatspieler fanden sich im Faslams-Domizil, dem Luhdorfer Schützenhaus, ein.
Anderntags machten sich bei nasskaltem Wetter rund 50 Narren in vier Gruppen - darunter auch ein Senioren- und ein Frauenteam - zum Schnorren auf. Mittags trafen sich alle am Luhdorfer Feuerwehrhaus. Hans-Heinrich Rüschmeyer und Gerd Belger sorgten mit Champignon- und Gyrospfanne für Stärkung. Abends wurden die letzten Kräfte für den Lumpenball mobilisiert. Im vollen Schützenhaus ließ nach gutem Brauch die Band Ventura Vox die Tanzfläche beben. Für die Faslamseltern blieb kaum Zeit zum Ausruhen, ging es am nächsten Tag doch gleich mit der Kindermaskerade weiter.
Zum Ausklang stand schließlich ein bunter Abend auf dem Programm. Während der traditionellen Gerichtsverhandlung wurde „Henker“ Kay Scheele per Urteil zum Ehrenmitglied der Faslamsvereinigung berufen. Dorfvorsteher Rolf Gevers stand unter anderem wegen eines Missgeschicks bei der Dorfpokal-Plakatierung ebenfalls vor Gericht. Am Ende spendete er 50 Euro in die Spardose der Jecken, denn vor genau 50 Jahren war er selbst in die Rolle der Faslamsmudder geschlüpft. Nebenbei wurde beim bunten Abend die Beute des Schnorrens verköstigt. Büttenrede, Tagesschau und das Familienduell zwischen Faslamseltern und -jecken sorgten ebenso für ein stimmungsvolles Finale wie die Theaterstücke über das „Ballerdorf 6“ oder die Eröffnung der „Tennis-Klause“.
Am Ende zog Nojus Nielsen sein Fazit als Faslamsmudder: „Unbeschreiblich, es ist für jeden zu empfehlen.“ Es seien anstrengende Tage gewesen, da er als Mudder immer habe anwesend sein müssen. „Es ist aber einfach schön, mit den ganzen gut gelaunten Leuten zu feiern.“
Redakteur:Karsten Schaar aus Winsen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.