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Winsener Schüler auf Wikinger-Spuren im Museum

Unterwegs in Winsen: die Realschüler des Wahlpflichtkurses "Wikinger" mit Lehrer Philip Dellemann (li.) und Museumspädagoge Tammo Hinrichs | Foto: Neises
  • Unterwegs in Winsen: die Realschüler des Wahlpflichtkurses "Wikinger" mit Lehrer Philip Dellemann (li.) und Museumspädagoge Tammo Hinrichs
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Wie lebten die Wikinger? Wie sah ihr Alltag aus? Warum galten sie nicht nur als Seefahrer und Krieger, sondern auch als geschickte Händler, Handwerker und Entdecker? Antworten darauf finden Schüler der Winsener Johann-Peter-Eckermann-Realschule seit fünf Jahren nicht nur im Unterricht, sondern auch im Museum im Marstall. Im Wahlpflichtkurs (WPK) „Wikinger“ der siebten Klassen tauchen die Jugendlichen regelmäßig in die Geschichte ihrer Stadt und der Region ein.

Bei den Museumsbesuchen geht es um weit mehr als historische Jahreszahlen oder bekannte Wikingerfahrten. Im Mittelpunkt stehen die Lebenswelt der Menschen im Norden, ihre Reisen, ihr Handwerk, ihre Handelswege und die Frage, wie Gemeinschaft und Alltag zur Wikingerzeit organisiert waren. Besonders der praktische Zugang macht die langjährige Kooperation mit dem Museum aus. Die Schüler arbeiten mit historischen Materialien, lernen alte Bauweisen kennen und setzen sich aktiv mit den Techniken und Lebensbedingungen früherer Generationen auseinander. Ob Pfosten- und Lehmbau, historische Werkstoffe oder Einblicke in das Leben und Arbeiten der Wikinger – Geschichte wird dabei Schritt für Schritt greifbar.

Lehrer Philip Dellemann hebt hervor, dass die Verbindung aus praktischem Arbeiten und historischem Lernen den Unterricht besonders mache. Wenn Schüler Dinge selbst ausprobieren, Zusammenhänge nachvollziehen und Geschichte unmittelbar erleben könnten, entstehe ein deutlich nachhaltigeres Verständnis für die Vergangenheit und die eigene Region. Auch Museumspädagoge Tammo Hinrichs sieht darin einen wichtigen Ansatz moderner Geschichtsvermittlung. Geschichte dürfe nicht allein aus Büchern oder Filmen bestehen, sondern müsse für junge Menschen erfahrbar werden. Gerade das gemeinsame Arbeiten, Entdecken und Ausprobieren eröffne neue Perspektiven auf das Leben der Wikinger und mache sichtbar, wie viel Wissen und Organisation hinter ihrem Alltag steckten.

Die Kooperation zwischen Schule und Museum ist inzwischen fest im Schulleben verankert und zeigt immer wieder, wie außerschulische Lernorte Unterricht bereichern können. Die Schüler lernen dabei nicht nur historische Inhalte kennen, sondern erleben Geschichte als etwas Lebendiges, das bis heute Spuren in der eigenen Region hinterlassen hat.

Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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