"Investoren werden gegängelt"

Zieht vom Leder: Heinrich Schröder
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thl. Winsen. "Dummheit, gepaart mit Böswilligkeit, ist Rückschritt", sagt SPD-Ratsherr Heinrich Schröder, Vorsitzender des Winsener Stadtrates. "Aber so lange in Winsen die Uhren immer mal wieder anders herum gehen, wird noch viel Wasser die Luhe herunter laufen, bis Vernunft einkehrt."
Das Stadtrat-Urgestein ist auf Zinne. Grund ist die Verabschiedung des "Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Winsen 2030" in der jüngsten Sitzung des Gremiums, bei dessen Abstimmung sich Schröder enthalten hat. "Es ist zwar gut und richtig, dass ein solches Konzept auf die Reise geschickt wurde, allein mir fehlt der Glaube, dass das Ziel mit Ausgaben von 33 Millionen Euro erreicht wird", so Schröder. Vor allem die Aktivierung privater Investoren, die immerhin 13 Mio. Euro tragen sollen, sehe er skeptisch. "Privat-Investoren werden immer wieder gegängelt, deswegen sehe ich kein Licht im Tunnel der Stadtentwicklung", so der Ratsvorsitzender und führt als jüngstes Beispiel die Häuser Plankenstraße 13 und 15 an, die Grünen-Ratsherr Bernd Meyer abreißen und durch einen Neubau ersetzen lassen wollte (das WOCHENBLATT berichtete). "Die Ablehnung dieses Ansinnens durch den Verwaltungsausschuss zeigt, welche Geisteskinder das Sagen haben." Wer die beiden Häuser kenne und sie so belassen wolle, habe keine Ahnung von Altstadtsanierung und Stadtentwicklung.

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