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Sturm „Xavier“ riss im Landkreis Stade Bäume um und legte Schienenverkehr lahm

Baumstamm auf einem Pkw in Stade (Foto: Polizei Stade)

Mehr als 500 Notrufe: Retter im Landkreis im Dauereinsatz: 

tp. Stade. Das Sturmtief „Xavier“ wütete am Donnerstag im Landkreis Stade, entwurzelte Bäume und legte stellenweise den Straßen- und Schienenverkehr lahm. In der Rettungsleitstelle gingen zwischen 13 und 17 Uhr mehr als 500 Notrufe ein. Die Feuerwehren rückten zu 314 Einsätzen im gesamten Kreisgebiet aus, hauptsächlich, um umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste von Straßen und Plätzen zu räumen. Rund 70 Mal wurde die Polizei gerufen, um Straßen zu sperren und Unfallschäden aufzunehmen.

In Buxtehude wurde eine Person durch einen herabfallenden Ast verletzt und musste vom Rettungsdienst versorgt werden. Zahlreiche geparkte Autos wurden beschädigt - allein sieben Fahrzeuge waren es am Mühlenweg in Stade. In Ahlerstedt wurde eine Wohnwagenausstellung durch umstürzende Bäume beschädigt. Allerorts kreischten die Motorsägen, mit denen Freiwillige die umgekippten grünen Riesen zersägten, etwa nahe der Kirche in Steinkirchen, an mehreren Stellen im Großwohngebiet Altländer Viertel in Stade und in der Ortsmitte von Himmelpforten beim Kindergarten, wo die Feuerwehr sogar mit der historischen, 67 Jahre alten Drehleiter ausrückte.

Die Bundesstraßen B73 und B74 mussten aufgrund umgestürzter Bäume, ebenso wie mehrere Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen, bis zur Beseitigung der Sturmschäden voll gesperrt werden. Es kam dabei zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und langen Staus.
Der Schienenverkehr kam auf allen Strecken der S-Bahn, des Metronom und der EVB-Regionalbahn zum Erliegen. Zur Rush Hour am Donnerstagabend und am Freitagmorgen wurde an einigen Strecken ein Bus-Ersatzverkehr eingerichtet.

Während es im Landkreis Stade weitgehend bei Sachschäden blieb, die die Polizei auf mehrere hunderttausend Euro schätzt, forderte Orkan „Xavier“ in Hamburg eine Tote (54), die als Beifahrerin in einem Kleinwagen von einem umgestürzten Baum erschlagen wurde. In ganz Deutschland forderte „Xavier“ mindestens sieben Menschenleben.