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Weniger Verkehrstote im Landkreis

Stellten die Unfallstatistik vor: Robert Schlimm (li.), Polizeihauptkommissar und Sachbearbeiter Verkehr, sowie Polizeidirektor Jens Eggersglüß

Polizei präsentiert Unfallstatistik 2012 / Blitzer gegen Raser / Fahrschul-Kampagne


tp. Stade. Die Polizei im Landkreis Stade verzeichnete im Jahr 2012 die niedrigste Rate an tödlichen Verkehrsunfällen überhaupt: Bei neun Unfällen kamen zwölf Menschen ums Leben. Im Jahr 2011 waren noch 20 Menschen getötet worden.
"Dennoch ist jeder Verkehrstote einer zuviel", sagte der Sachbearbeiter Verkehr, Polizeihauptkommissar Robert Schlimm, als er am Dienstag die Verkehrsunfallstatistk 2012 präsentierte. Kollisionen mit Bäumen, die Missachtung der Anschnallpflicht und überhöhtes Tempo waren die häufigsten Ursachen für tödliche Unfälle.
Weitere Fakten aus der Statistik:
• Insgesamt ereigneten sich im Kreis Stade 4.049 Verkehrsunfälle.
• Die Zahl der Verletzten ging gegenüber 2011 zwar leicht zurück - es gab 747 Leicht- und 148 Schwerverletzte - doch über mehrere Jahre betrachtet gibt es einen Aufwärtstrend: Im Jahr 2000 wurden noch 3.500 Unfälle gezählt.
• Zwei Drittel aller Verkehrsunfälle ereigneten sich in Ortschaften. Häufige Ursachen waren Fehler beim Abbiegen und Rückwärtsfahren.
• Mehr als die Hälfte aller Unfälle mit Schwerverletzten passierten außerhalb der Ortsgrenzen, bei den tödlichen Unfällen sind es sogar knapp 90 Prozent.
• Die jungen Fahrer (18 bis 24) sind die "Sorgenkinder" der Verkehrspolizei: 954 Menschen dieser Altersgruppe waren 2012 in Unfälle verwickelt (40 mehr als im Vorjahr). Drei Viertel von ihnen sind zugleich die Unfallverursacher. Bei Unfällen mit jungen Menschen stellte die Polizei häufig Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie Tempoüberschreitungen fest.
• 99 Mal waren Kinder an Unfällen beteiligt (acht weniger als 2011). 14 Kinder wurden schwer und 71 leicht verletzt. Zwei Kinder verunglückten tödlich.
• Es gab einen Anstieg von 24 auf 33 Verkehrsunfälle auf dem Schulweg.
• Die Anzahl der verletzten Biker sank von 101 auf 83, es gab keine tödlichen Unfälle mit Kradfahrern.
• Die registrierten Wildunfälle haben nach einem Rückgang im Jahr 2011 alle bisherigen Vorjahreswerte übertroffen. Die Polizei zählte 762 Fälle, bei denen Pkw mit Rehen und Wildschweinen kollidierten.
• Rekordzahl auch bei den Fahrerfluchten: 947 Mal flohen Beteiligte vom Unfallort.
Um die Zahl der Unfälle zu reduzieren, plant die Polizei Tempomessungen auch an abgelegenen Straßen. Eine Polizeikommission will Fahranfänger bei Infoveranstaltungen an Fahrschulen für die Risiken von Raserei sensibilisieren. Zudem werden Ordnungshüter verstärkt kontrollieren, ob Autofahrer der Gurtpflicht nachkommen.

Und hier lesen Sie, wie es 2012 im Landkreis Harburg war.