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Nach Silvester-Übergriffen: "Solidarität gilt den Frauen"

Karina Holst (Foto: Stadt Stade)

Karina Holst aus Stade bezieht Position

(tp). Zu den Übergriffen auf Frauen in Köln und Hamburg in der Silvesternacht, von denen viele Menschen schockiert sind, bezieht jetzt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Stade, Karina Holst, Position: "Sexualisierte Gewalt von Männern gegen Frauen ist leider Alltag. Das ist das Thema, um das sich die aktuelle Debatte angesichts der Taten drehen muss. Männer belästigen Frauen in allen Kulturen und allen Schichten.

Jeden Tag werden Frauen von Männern taxiert, angegrabscht, geschlagen, vergewaltigt, auch im öffentlichen Raum. Aber wir wissen, dass diese Form der Gewalt mit patriarchaler Macht zu tun hat: Es geht darum, die Frauen zu demütigen und sie auf "ihren" Platz zu verweisen. Wenn unser gesellschaftlicher Konsens, Gewalt gegen Frauen nicht hinzunehmen, durch diesen schrecklichen Anlass etwas dichter wird, ist das richtig. Wenn jetzt muslimische Männer und Flüchtlinge unter Generalverdacht geraten, ist das falsch. Gewalt gegen Frauen, egal wer sie wo verübt, ist mit allen Mitteln zu begegnen - das ist die überdeutliche Botschaft, die noch viele zu lernen haben. Denn die Antwort darauf kann nicht allein lauten, Frauen zu raten, sich im öffentlichen Raum besser zu schützen. Betroffene Frauen müssen ernstgenommen werden und die Unterstützung bekommen, die sie wollen - ihnen gilt unsere Solidarität!"