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Rückblick: Razzia in Himmelpforten war "eine besondere Belastung"

"Gemeinsam an einer liebens- und lebenswerten Samtgemeinde arbeiten": Holger Falcke
 
Das Oste-Ufer in Gäpel: Der Platz soll maritim gestaltet werden

Rathaus-Durchsuchung überschattete Arbeit der Verwaltung / Millionenausgaben für 2018 geplant

tp. Oldendorf-Himmelpforten. Rathaus-Razzia, Flüchtlingsunterbringung und der Umbau des Rathauses - Verwaltungs-Chef Holger Falcke blickt auf ein turbulentes Jahr 2017 der Samtgemeinde Oldendorf Himmelpforten zurück. In seiner Vorschau auf 2018 weist er zudem auf wichtige kommunale Vorhaben im neuen Jahr hin, die mit einer Kreditaufnahme von 925.000 Euro (das WOCHENBLATT berichtete) finanziert werden sollen.
„Rosenmontag, der 27. Feburar, wird mir als besonderes Datum in Erinnerung bleiben“, sagt Falcke nach der Polizei-Durchsuchung des Rathauses, bei der eine auch für Korruption zuständige Abteilung der Staatsanwaltschaft die noch andauernden Ermittlungen aufnahm. Der Mitarbeiter, der mit seiner Anzeige heftige Turbulenzen im Rathaus auslöse und für „Irritationen im Mitarbeiterbereich“ sorgte, wurde zwischenzeitlich fristlos entlassen. Heute sagt Falcke: „Alle Beschuldigten haben ein gutes Gewissen und Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit dieses Landes. Gleichwohl ist so ein schwebendes Verfahren eine besondere Belastung.“

Für weitere Aufregung sorgte ein nächtlicher Großalarm, nachdem Brandstifter zwei Bänken vor dem Rathaus angezündet hatten. Drei heftige Stürme stellten besondere Anforderungen an alle Bauhofmitarbeiter und Feuerwehr.

Wichtige Bau-Projekte 2017 waren u.a. die Einrichtung der Lehrerarbeitsplätze in Oldendorf, die Schaffung moderner Räume für die offene Jugendarbeit mit der Einweihung Jugendhauses Himmelpforten im März sowie die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern: Es gab 58 Neu-Aufnahmen in den dafür zur Verfügung stehenden 27 Wohnungen und Häusern der Samtgemeinde, in denen insgesamt 209 Menschen in Notlage leben.

Zufrieden ist Falcke mit der Schaffung von 25 Stellplätzen auf dem Park&Ride-Platz in Hammah, der Sanierung Gemeindeverbindungsstraßen und der noch andauernden Sanierung des Rathausdachs mit dem Ausbau von Büroflächen und der Ausweitung des Rettungsdienstes des Roten Kreuzes, dessen Wache in Himmelpforten jetzt durchgehend besetzt ist.

Auch die Herausforderungen im Jahr 2018 ließen beim Verwaltungsteam „keine Langeweile“ aufkommen. Auf der Agenda stehen u.a. der Prüfauftrag für einen Neubau der Grundschule Hammah sowie die Erstellung eines Schulentwicklungsplanes. Und: „Fünf Feuerwehren melden Wünsche zur Modernisierung oder zum Ausbau ihrer Gerätehäuser an“, so Falcke. Nachdem der alte Ratssaal Büroräumen wichen musste, werde die Verwaltung die Planung für für neue Tagungsräume für die Politik ggf. in Kombination mit einem Begegnungszentrum prüfen.

Trotz eines Haushaltsdefizits von 283.300 Euro sind Investitionen von insgesamt 1,1 Millionen Euro geplant, z. B. für den Natur-Erlebnispfad in Oldendorf und die maritime Platz-Gestaltung am idyllischen Oste-Ufer des Fähr-Dorfes Gräpel. Falcke: „Wir werden gemeinsam weiter an einer modernen, naturnahen, lebens- und liebenswert Samtgemeinde arbeiten.“