Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Handel im Wandel" gilt auch in Stade

Die Drogerie Budnikowski und das Schuhhaus Deichmann werden die Holzstraße verlassen und ins Einkaufszentrum "Neuer Pferdemarkt" ziehen (Foto: tp)

"Neuer Pferdemarkt" löst Umzugskette aus / Stadtbaurat Kolk: "Rückkehr zu alter Größe"

tp. Stade. Mit dem kürzlich gestarteten Abriss des Ex-Hertie-Kaufhauses machen die Bauarbeiter Platz für das Einzelhandelszentrum "Neuer Pferdemarkt" in der Stader City. Der Bau des Kaufhauskomplexes setzt eine Dynamik in Gang, die nach Befürchtungen kritischer Beobachter Leerstände und eine neue Konkurrenzsituation im Innenstadt-Einzelhandel und eine Veränderung der Pacht- und Mietpreise zur Folge haben könnte. Nach aktuellem Planungsstand werden die Kundenmagnete Deichmann Schuhe und die Budni-Drogerie die Einkaufsmeile Holzstraße verlassen und in den Neubau ziehen.

Das WOCHENBLATT bittet den neuen Stadtbaurat Lars Kolk um eine Einschätzung der Sachlage:
Das geflügelte Wort "Handel ist Wandel" gelte auch für Stade, so Kolk. "Einzelhandelsunternehmen wachsen, schrumpfen oder schließen, neue siedeln sich an. ‎"Umzugsketten sind typisch." Es sei für die Erfüllung der Kundenwünsche sogar erforderlich, dass neue, marktgerechte Verkaufsflächen dazukommen wie jetzt am Pferdemarkt. Mit dem neuen Angebot gewinne die Innenstadt die Chance, zu alter Größe zurückzukehren und Kaufkraft zu binden. Schließlich entstehe keine zusätzliche Verkaufsfläche.

Die Stadt hat laut Kolk keinen direkten Einfluss auf Mietlaufzeiten und -höhe, dies sei Angelegenheit der Eigentümer und der Einzelhändler. Bundesweit tätige Beratungsunternehmen hätten für Stade aber relativ stabile Mitpreise festgestellt.
Kolk ist zuversichtlich, dass umzugsbedingte Leerstände an der Holzstraße "nicht von Dauer" sein werden. Nach wie vor seien Einzelhandelsunternehmen an einem Standort in Stade interessiert. Auch in die aktuellen Leerstände an der Großen Schmiedestraße komme Bewegung: "Zwei Flächen werden in Kürze wieder vermietet."

Langfristig rechnet Kolk angesichts des starken Wachstums des Onlinehandels besonders in kleinen und mittleren Städten mit starken Veränderungen. Einzelhandelsflächen würden in Büro und Wohnungen umgewandelt.

• Wichtigstes Projekt auf der Agenda "attraktive Innenstadt" sei das neue städtische Großparkhaus, das im Zuge des "Neuen Pferdemarktes" erreichtet wird. Der Abriss des alten Parkhauses beginne noch in diesem Monat.