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Schon mehr als 9.600 Stimmen "für Asbest"

Dow-Pressesprecher Joachim Sellner vor der Chlor-Elektrolyse-Anlage, in der Asbest verbaut ist. Menschen kommen mit dem Gift nicht direkt in Kontakt

Hohe Beteiligung an Petition der Dow zur Frist-Verlängerung

tp. Stade. Die Online-Petition des Chemie-Konzerns Dow in Stade zur Verlängerung der Asbest-Ausnahmegenehmigung stößt auf große Resonanz. "Der aktuelle Stand von mehr als 9.600 Unterschriften stimmt uns zuversichtlich, dass wir das selbstgesteckte Ziel der 10.000er Marke in Kürze erreichen", sagt Dow-Presseprecher Joachim Sellner.

Anlass der bis September dauernden Kampagne sind die Pläne der EU, das im Baugewerbe längst verbotene, krebserregende Asbest auch in der Industrie komplett abzuschaffen (das WOCHENBLATT berichtete). Im Stader Werk wird Asbest in geschlossenen Systemen in der sogenannten Chlor-Elektrolyse-Anlage eingesetzt. Bis 2017 muss Dow den Stoff aus seinem Werk verbannen. Der Betriebsrat der Dow wirbt um Verlängerung der Frist bis 2025 und hat dazu im Juni eine Unterschriftensammlung im Internet gestartet.

Die unter www.openpetition.de/petition/online/zukunftssicherung-des-dow-chemical-werk-stade-nds gesammelten Unterschriften gehen an die zuständige Europäische Chemikalienagentur (ECHA). Die ECHA befindet sich derzeit im Abstimmungsprozess mit der EU-Kommission.

"Dem Betriebsrat geht es vorrangig um die Sicherung der Arbeitsplätze in der Region", sagt Joachim Sellner. Bei Dow in Stade stehen rund 1.500 Mitarbeiter in Lohn und Brot.