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Werden die Wehren zusammengelegt?

Lehnt den Standort am Dorfgemeinschaftshaus in Bahlburg ab: Helmut Kuntze (Foto: archiv)
thl. Winsen. Feuerwehren gelten in der Politik allgemein als "heilige Kühe", die niemand anfassen möchte, wenn es um nicht so erfreuliche Themen geht. In der Stadt Winsen könnte es aber bald soweit sein. Denn dort steht eine Diskussion um die Zusammenlegung der Feuerwehren Bahlburg und Pattensen bevor.
Beide Wehren, die jede für sich meist zwischen drei und fünf Einsätzen pro Jahr haben, benötigen ein neues Gerätehaus. In Bahlburg sollte das bestehende Gebäude ursprünglich im Jahr 2015 erweitert werden. Dies ist aber nicht möglich, weil die benachbarten Grundeigentümer nicht verkaufsbereit sind. Das stellte sich jetzt heraus. Deswegen machte die Politik den Vorschlag, ein neues Gerätehaus am Dorfgemeinschaftshaus zu bauen. Doch Stadtbrandmeister Helmut Kuntze lehnt das ab. Er halte nichts davon, dass sich die Feuerwehr Räumlichkeiten oder Parkplätze mit anderen teile. Gerade im Einsatzfall benötigten die Retter Platz, so der Feuerwehr-Chef.
Unterdessen hat sich die Feuerwehr ein Grundstück am Ortsausgang in Richtung Pattensen ausgeguckt, wo das neue Domizil entstehen soll. Und genau dort liegt der Knackpunkt: Denn ab 2018 soll auch die Feuerwehr Pattensen ein neues Gerätehaus erhalten. Nach WOCHENBLATT-Information haben sich die Retter ein Grundstück an der Ortsausfahrt Richtung Bahlburger Kreuz ausgeguckt. Werden beide Vorhaben verwirklicht, würden nachher zwei Gerätehäuser etwa 500 Meter Luftlinie auseinanderstehen. Und genau deshalb muss die Politik über eine Zusammenlegung der Wehren nachdenken. "Andere Vereine und Organisationen aus den beiden Dörfern machen auch schon gemeinsame Sache. Warum denn die Wehren nicht?", so ein Politiker.