Herausforderung ja - Überforderung nein: Infoveranstaltung zur Asylbewerbersituation in Apensen

Viele der Zuhörer wollten ihre Fragen im Plenum und nicht hinterher in Einzelgesprächen stellen
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  • Viele der Zuhörer wollten ihre Fragen im Plenum und nicht hinterher in Einzelgesprächen stellen
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Das Thema "Asylbewerber" in der Samtgemeinde Apensen lässt viele Gemüter hoch kochen: Rund 150 Interessierte mit Fragen und Sorgen folgten der Einladung zur Infoveranstaltung in der Aula des Schulzentrums. "Was kostet uns die Unterbringung der Flüchtlinge?" "Warum stehen unsere Kinder auf der Warteliste, während Flüchtlingskinder Kita-Plätze bekommen" und "Was wird für unsere Sicherheit getan?" wollten sie u.a. wissen. Obwohl Fragen eigentlich im Anschluss an den Expertentischen gestellt werden sollten, versuchte Samtgemeinde-Bürgermeister Peter Sommer auf Drängen der Zuschauer, einige zu beantworten. Die Kosten konnte er adhoc nicht nennen, gab aber an, dass sie sich in Millionenhöhe bewegen. Mittlerweile hat er ermittelt: 1,5 Millionen Euro hat die Samtgemeinde bisher für die Asylbewerber ausgegeben. Zu den Kita-Plätzen erklärte Christian Hülsen, CDU-Ratsherr in Sauensiek, dass in Apensen zwar Wartelisten existierten, es z.B. in Sauensiek aber noch Plätze gebe.
Die Sicherheit ist ein heikles Thema, weil es im Containerdorf in Beckdorf mehrfach Unruhen gegeben hat. "Dort haben sich plötzlich fremde Personen illegal aufgehalten und für Unruhe gesorgt", erklärt Peter Sommer. Die Polizei führt verstärkt Kontrollen durch, um die unerwünschten Besucher zu entfernen. "Wir waren auch am Sonntag wieder vor Ort", so Peter Sommer zum WOCHENBLATT.
Zur Zeit leben 174 Asylbewerber in der Samtgemeinde, 84 in Apensen, 30 in Beckdorf, 15 in Goldbeck, 15 in Sauensiek und 19 in Wiegersen. Die meisten von ihnen machen wenig bis gar keine Probleme. Einige wie die Asylbewerber in Beckdorf an der Dorfstraße sowie in Goldbeck haben sich laut Sommer vorbildlich integriert. Auch Schulleiter Günter Bruns bestätigt, dass die Integration der insgesamt elf Schulkinder mit Ausnahme eines Sorgenkindes sehr gut verlaufe. "Für uns sind die Flüchtlinge eine Herausforderung, aber keine Überforderung", sagt Schulleiter Bruns.
Peter Sommer machte deutlich, dass die Samtgemeinde nur die Rolle eines Vermieters habe und sie beim Vergabe-Verfahren nicht mitreden könne. Die Asylbewerber werden anteilig zur Einwohnerzahl auf die Kommunen verteilt. "Ich weiß ebenso wenig wie Sie, wie viele Flüchtlinge noch kommen", sagt Sommer. Auch über den Status der Ankömmlinge werde die Verwaltung nicht informiert.
• Die Samtgemeinde sucht weiterhin Wohnraum, Mietwohnungen aber auch Flächen.
• Die MitMenschen suchen Praktikumsplätze, um Asylbewerber in den Arbeitsmarkt zu integrieren
• Für die sechs anerkannten Asylbewerber und weiter Folgende plant die Samtgemeinde in Apensen zwischen Firma Pickenpack und Friedhof Geschosshäuser zu bauen Die Samtgemeinde Apensen sucht weiterhin Wohnraum, sehr gerne Mitwohnungen aber auch Flächen.
Die MitMenschen suchen Praktikumsplätze, um Asylbewerber in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Um den mittlerweile sechs anerkannten Asylbewerbern Wohnungen zu bieten, plant die Samtgemeinde in Apensen zwischen der Firma Pickenpack und dem Friedhof Geschosshäuser zu bauen Wohnraum und Praktika gesucht

Umfassende Infos zur Situation der Asylberwerber in Deutschland unter
www.bamf.de

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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