Müll in Steinbeck
Ärger mit der Abholung der gelben Säcke
- In Steinbeck im Bereich Vaenser Weg, Nordring, Dibberser Mühlenweg lagen die gelben Säcke tagelang an den Straßen
- Foto: Kriese
- hochgeladen von Stefanie Hansen
Die Anwohner in Buchholzer Ortsteil Steinbeck waren genervt. Am Donnerst, 31. Juli, sollten planmäßig die gelben Säcke von der Firma Knettenbrech & Gurdulic Nord GmbH abgeholt werden. Aber nichts passierte, weder am Donnerstag, noch am Freitag, noch an den darauffolgenden Tagen. Die Anwohner ließen die Säcke an der Straße stehen, weil niemand wusste, wann sie tatsächlich abgeholt werden würden. Die Folge war allerdings, dass Raben diese gern aufrissen, um an den Inhalt heran zu kommen. So schauten die Anwohner der Bereiche Dibberser Mühlenweg / Vaenser Weg / Nordring gezwungenermaßen täglich nach, ob die dort zahlreich vertretenen Raben den Inhalt der Säcke nicht wieder verteilt haben.
Eine E-Mail eines Anwohners vom 3. August an das Unternehmen blieb unbeantwortet.
Erst als das WOCHENBLATT sich einschaltete und Kontakt zu Knettenbrech & Gurdulic aufnahm, kam Bewegung in den Müll: Vermehrte Krankheitsfälle seien der Grund für die Verzögerungen gewesen, daher konnte am 31. Juli nicht wie geplant die gesamte Buchholzer Tour abgeschlossen werden. Am Samstag, 9. August, wurden dann auch die letzten gelben Säcke in Steinbeck abgeholt. Knettenbrech & Gurdulic betont, dass die Fahrer und Lader täglich ihr Bestes geben und auch in den Büros versucht wird, jede Beschwerde schnell zu bearbeiten.
Das reicht aber offenbar nicht: Das Wochenblatt erreichte jetzt die Nachricht eines Wenzendorfers: Auch hier lagen die gelben Säcke noch am Donnerstag, 14. August, in den Straßen, obwohl die Abholung am Dienstag, 12. August, hätte erfolgen sollen. Alle Versuche der Kontaktaufnahme betroffener Anwohner mit dem Entsorger scheiterten - keine E-Mail-Antwort, Telefon nicht besetzt. Ähnliches ist aus Fleestedt, Ramelsloh und Hittfeld zu hören.
Die Anstrengungen des Landkreises, Knettenbrech & Gurdulic zu zügiger Abhilfe zu bewegen, sind offenbar ebenso ungehört verhallt, wie die Bürgerbeschwerden. Manche fragen sich schon: Ist das bundesweit agierende Unternehmen mit 30 Standorten mit der Müllentsorgung im Landkreis Harburg überfordert?
Redakteur:Stefanie Hansen aus Tostedt |
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